Sport : Beim Kongress in Tokio geht es auch um die WM 2006

Einheitlicher Spielkalender, Kampf gegen Doping und WM-Vorbereitung: Der Fußball-Weltverband (Fifa) stellt auf seiner Millenium-Tagung in Tokio die Weichen für das neue Jahrhundert. Ehe am Dienstag die Qualifikations-Gruppen für die Weltmeisterschaft im Jahr 2002 in Japan und Südkorea ausgelost werden, wartet auf die Fifa-Exekutive ein umfangreicher Katalog von dringenden Fragen.

Eine davon beschäftigt auch die angereiste Vertretung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit WM-Botschafter Franz Beckenbauer an der Spitze. Denn das 24-köpfige Führungsgremium der Fifa will in Tokio festlegen, wie es am 6. Juli 2000 in Zürich aus den fünf Kandidaten Deutschland, England, Südafrika, Marokko und Brasilien den WM-Austragungsort 2006 ermitteln wird. In den zurückliegenden Jahren genügte bei der Vergabe der Titelkämpfe stets ein Wahlgang, weil nie mehr als zwei Verbände in der Endausscheidung waren. Nun aber hat man sich offensichtlich auf die "Olympia-Variante" geeinigt, die bis zur absoluten Mehrheit eines Bewerbers mehrere Wahlgänge vorsieht, nach denen jeweils der Konkurrent mit den wenigsten Stimmen ausscheidet.

Zur Diskussion und zur Abstimmung steht auch die von Fifa-Präsident Sepp Blatter voran getriebene Harmonisierung des internationalen Spielkalenders, der im Jahr 2004 in Kraft treten soll. Nach Angaben aus Fifa-Kreisen herrscht bei den Terminen für die Jahre 2000 bis 2004 bereits eine große Übereinstimmung zwischen den sechs Kontinental-Verbänden. Ein Streitpunkt allerdings ist der vor allem in Europa ungeliebte Konföderationen-Pokal, der im Juli unter deutscher Beteiligung in Mexiko ausgespielt wurde. Die Fifa- Delegierten stehen nun vor der Wahl, den Wettbewerb ganz abzuschaffen oder das Turnier 2001 als Probelauf für die WM 2002 in Japan und Südkorea zu deklarieren. So würde der Termin auch mit Blick auf Blatters WM-Pläne im Zwei-Jahres-Rhythmus verankert bleiben.

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