Beleidigung : Rassismusvorwürfe gegen U21

Die U21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes sieht sich mit Rassismus-Vorwürfen des englischen Fußballverbandes konfrontiert. Der DFB will die Vorwürfe prüfen.

Leverkusen/London - Wie der britische Rundfunksender BBC vermeldete, sollen zwei dunkelhäutige englische U21-Nationalspieler im Play-Off-Spiel zur Europameisterschaft 2008 gegen Deutschland (2:0) von ihren deutschen Gegenspielern rassistisch beleidigt worden sein. "Wir nehmen diese Vorwürfe ernst und prüfen sie auf den Wahrheitsgehalt", erklärte DFB-Sprecher Harald Stenger.

Wie die BBC weiter berichtete, wolle die FA den europäischen Fußballverband UEFA in den nächsten Tagen offiziell informieren. Der UEFA-Delegation in Leverkusen, wo das Spiel stattfand, habe man die Vorkommnisse bereits mitgeteilt. Auch DFB-Delegationsleiter Wolfgang Holzhäuser sei am späten Dienstagabend davon in Kenntnis gesetzt worden, sagte Stenger. Holzhäuser habe daraufhin mit U21-Kapitän Stefan Kießling gesprochen, der von Beleidigungen nichts mitbekommen habe, sagte der DFB-Sprecher weiter. Zudem sei Trainer Dieter Eilts beauftragt worden, die Vorwürfe im Team zu prüfen.

Laut BBC handelt es sich bei den betroffenen Spielern um die Verteidiger Micah Richards und Anton Ferdinand. (tso/ddp)

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