Eishockey : Eisbären patzen in Wolfsburg

Mit 1:2 unterliegen die Eisbären knapp den Grizzly Adams in Wolfsburg. Vor 3000 Zuschauern verpassten die Berliner die Chance, mit dem Tabellenführer Nürnberg gleichzuziehen. Deren Heimserie wurde unterdessen von Hamburg beendet.

BerlinDie Nürnbergs Ice Tigers haben in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ihre erste Heimniederlage nach 14 Siegen in Folge bezogen. Dennoch gehen sie als Spitzenreiter ins Gipfeltreffen mit den Eisbären Berlin. Vizemeister Nürnberg verlor am Sonntag 4:6 gegen die Hamburg Freezers, profitierte jedoch vom 1:2-Ausrutscher des Tabellen-Zweiten Berlin bei Außenseiter EHC Wolfsburg. Mit einem Sieg hätte der Pokalsieger vor dem Spitzenspiel am Dienstag in Nürnberg die Tabellenführung übernommen.

Der Tabellen-Dritte Kölner Haie besiegte die Hannover Scorpions 4:0 und rückte bis auf einen Punkt an die Eisbären heran. Die Frankfurt Lions machten durch das 5:4 bei den Füchsen Duisburg als vierte Mannschaft den Einzug in das Playoff-Viertelfinale perfekt.

Hamburg hofft auf Playoff-Qualifikation

Nürnberg hätte nach dem 39. Saisontor von Ahren Spylo (6.) noch höher führen können, doch nach zehn Minuten riss der Faden. Hamburg sah nach den Toren von Francois Fortier (15./23.), Christoph Brandner (26.), John Tripp (37.) und Alexander Barta (39.) bereits wie der sichere Sieger aus, doch Richard Brennan (45.), Andre Savage (51.) und Björn Barta (52.) brachten Nürnberg noch einmal heran. Erst Benoit Gratton (56.) sicherte Hamburg drei wichtige Zähler.

Hamburg darf weiter auf einen der vier Plätze in der Playoff-Qualifikation hoffen, wo noch zwei Viertelfinalisten ermittelt werden. Bereits ihr erstes Saison-Gastspiel in Nürnberg hatten die Freezers 3:1 gewonnen. Die Franken, bei denen Nationaltorwart Dimitrij Kotschnew weiter wegen seiner Viruserkrankung fehlt, kassierten erstmals in dieser Saison daheim mehr als drei Gegentore.

Die Eisbären gingen in Wolfsburg durch Kapitän Steve Walker (9.) in Führung. Doch der diesmal starke Neuling glich durch Tim Regan (24.) aus. Jason Ulmer (56.) bestrafte schließlich die schlechte Berliner Ausbeute im Überzahlspiel.

Frankfurt hält sich oben

Zwei Tage nach der Derby-Niederlage gegen Adler Mannheim führte Frankfurt in Duisburg nach nur 90 Sekunden 2:0 durch Layne Ulmer und Chris Taylor. Igor Alexandrow (4./24.) glich für den Tabellen-Letzten aus. Jason Young (40.), Jay Henderson (43.) und Jeff Heerema (58.) sorgten bei Gegentreffern von Peter Högardh (54.) und Michail Koschewnikow (60.) dafür, dass die Hessen auch dank Hannovers Pleite nicht mehr vor einem der ersten sechs Plätze zu verdrängen sind.

Bei der Rückkehr von Hans Zach an seine einstige Wirkungsstätte in Köln hatten die Scorpions Pech, dass ein schneller Treffer wegen angeblichen Handspiels von Tino Boos nicht zählte. John Slaney (27.), Todd Warriner (55.), Kamil Piros (57.) und Dave McLlwain (57.) in seinem 500. DEL-Spiel schossen einen am Ende klaren Haie-Sieg heraus. (ck/dpa)

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