Handball : Füchse schaffen in Melsungen nur Unentschieden

Gegen die kampfstarken und abstiegsgefährdeten Melsunger schafften die Füchse nur ein 22:22. Für die anspruchsvollen Berliner ist das eine Enttäuschung.

Thomas Kohlhaase

Bei einem Unterschied von 23 Punkten nach 21 Spieltagen ist die Frage nach Favorit und Außenseiter eigentlich klar. „Dementsprechend wollten wir uns auch präsentieren“, sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson zum Spiel bei der MT Melsungen. Der Bundesliga-Dritte aus Berlin hatte sich zwar auf einen kampfstarken, in Abstiegsgefahr befindlichen Gegner eingestellt. So schwierig wie sie dann aber tatsächlich war, hatten sich die Füchse die Aufgabe in der Rothenbach-Halle in Kassel nicht vorgestellt. Mit 22:22 (11:10) mussten sie schließlich die Heimreise antreten.

Dabei machten es sich die Füchse vor allem mit einer enttäuschenden Angriffsleistung schon in der ersten Halbzeit selbst schwer. In der 26. Minute führte Melsungen sogar mit 9:8, musste dann aber doch zur Halbzeit noch einen Ein-Tore-Rückstand hinnehmen. Bis dahin hatten sieben Füchse-Spieler getroffen, aber keiner aus dem Team, das auf einem Champions-League-Platz steht, überragte. Das Duell der Torhüter Silvio Heinevetter und Mario Kelentric war zu diesem Zeitpunkt mit jeweils fünf Paraden ausgeglichen.

Auch die zweiten 30 Minuten ergaben kein anderes Bild, die Handballer aus Berlin bekamen keine Sicherheit in ihr Spiel. Selbst eine Zwei-Tore-Führung (15:13/41.) wurde nicht ausgebaut. Melsungen hatte längst erkannt, dass ein Erfolg möglich war. Trainer Michael Roth trieb die Mannschaft an, seine Spieler gingen vom Einsatz her an ihre Grenzen. Gegen die Würfe von Nenad Vuckovic (insgesamt sechs Tore) fand die Füchse-Abwehr kaum einmal ein wirkungsvolles Mittel. In der Schlussphase drehten die Füchse auf: Alexander Petersson (insgesamt mit fünf Treffern bester Füchse-Werfer) brachte sie beim 20:17 (51.) erstmals mit drei Toren in Führung.

Doch erneut kämpfte sich Melsungen zurück. In der letzten Spielsekunde war es Jens Schöngardt, der zum verdienten 22:22 traf. Für die anspruchsvollen Berliner ist das eine Enttäuschung. Was bleibt, das sind einzig die 23 Punkte Unterschied.

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