Sieg auch in Gießen : Alba macht Tempo bis nach Spielende

Mit einem souveränen 85:77 in Gießen holen die Basketballer von Alba Berlin den siebten Sieg im achten Spiel. Dann ging alles ganz schnell - denn jetzt ist wieder Europacup.

Am Ende hatte es Alba ganz eilig. Nach Spielschluss brach die Mannschaft schnell nach Frankfurt am Main auf, um den Rückflug nach Berlin zu erwischen. Die Vorbereitung auf das Eurocup-Heimspiel gegen Samara am Mittwoch (20 Uhr) wartete. Ohnehin brauchte man sich mit dem souveränen 85:77 (45:37)-Sieg in Gießen, dem siebten Erfolg im achten Ligaspiel, nicht lange aufhalten. Die Geschichte war schnell erzählt. „Wir haben Tempo und Punktestand von Anfang bis Ende kontrolliert“, fasste Trainer Luka Pavicevic zusammen.

Alba startete mit einem 12:0-Lauf ins Spiel und blieb die gesamten 40 Minuten über in Führung. Als Sven Schultze Ende des dritten Viertels zwei Dreier nacheinander verwandelte – insgesamt traf er fünf von sechs Dreiern und war mit 15 Punkten Albas Topscorer – führte Alba gar mit 21 Punkten Vorsprung. „Danach haben wir es etwas übertrieben mit den Distanzwürfen“, kritisierte Pavicevic. In der Tat vernachlässigte Alba das Spiel unter dem Korb und suchte nur die frühe Entscheidung von der Dreipunktelinie.

So fanden die 46ers wieder zurück ins Spiel, angefeuert von den nun aufdrehenden 3630 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost. Als sich Kapitän Patrick Femerling zwei Minuten vor Schluss über einen Foulpfiff gegen Tadija Dragicevic beschwerte, bekam er ein Technisches Foul. Gießen nutzte drei der vier Freiwürfe, um auf 73:82 zu verkürzen. 38 Sekunden vor dem Ende kam Gießen bis auf fünf Punkte heran. Doch Alba spielte die Schlusssekunden konzentriert herunter und gewann durch zwei Freiwürfe von Immauel McElroy und einen von Derrick Allen, wie Schultze mit 15 Punkten, mit 85:77. „In der heißen Phase haben wir die Ruhe behalten“, lobte Pavicevic, bevor auch er vorzeitig gen Flugzeug entschwand. (Tsp)

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