Sport : Beschützter Nachwuchs Deutschlands Handballer treffen auf Spanien

-

Die deutsche HandballNationalmannschaft war Sonntagfrüh umgezogen nach Hammamet, doch Bundestrainer Heiner Brand war immer noch in Gedanken in Sousse. Dort hatte das Team tags zuvor im abschließenden Vorrundenspiel die erste Niederlage bei der Weltmeisterschaft einstecken müssen: 24:25 gegen Angstgegner Serbien und Montenegro. Doch beschäftigte Brand nicht die Hypothek von 1:3 Punkten, mit der Deutschland heute gegen Spanien in die Hauptrunde startet, es war auch nicht das Ergebnis an sich, sondern die teilweise deprimierende Art, wie die Niederlage zustande gekommen war.

„Die Mannschaft war ganz schön geschockt und deprimiert“, erzählte Brand. Die größere Wirkung hatte allerdings hinterlassen, dass das Team nach der Pause völlig zusammengebrochen war. Innerhalb von nur 13 Minuten war aus dem 13:10-Halbzeitstand ein 16:21-Rückstand geworden. Die Kritik wollte er allerdings nicht vertiefen. „Da müssen wir durch“, sagte Brand und bat um Nachsicht für seine teilweise unerfahrenen Spieler.

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hatte auf einen Protest beim Weltverband gegen die Wertung der Niederlage „aus sportfachlichen Gründen“ verzichtet. Ein erfolgreicher Einspruch hätte zur Neuansetzung des Spiels geführt. Der DHB wollte diese Belastung auf Brands Wunsch für die Spieler vermeiden. Serbien und Montenegro hatte nach Zeitstrafen zweimal zu früh wieder Spieler aufs Feld geschickt. Der Verband fordert nun eine bessere Ausbildung für die Funktionäre im Kampfgericht. „Wir wollen, dass da Qualität herrscht und nicht die Nationenquote“, sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach. „Ich würde mir dort mehr Leute wünschen, die Veranstaltungserfahrung haben.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben