Sport : Borussia Dortmund: Meier geht in die Offensive

Manager Michael Meier von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die Vorgehensweise des Vereins im Fall des an einem Gehirntumor erkrankten Profis Heiko Herrlich gerechtfertigt. Die frühe Veröffentlichung der schweren Erkrankung des 28 Jahre alten Angreifers sei kein Fehler gewesen. "Wir sind damit in erster Linie dem Wunsch des Spielers gefolgt, der so Spekulationen um seine Gesundheit verhindern wollte. Ich bin überzeugt, dass es richtig war, diese Dinge offen zu legen, auch wenn es viele geschockt hat", sagte Meier in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Die Führung des seit Ende Oktober an der Börse notierten Klubs war in die Kritik geraten, weil sie die Tumorerkrankung von Herrlich in Form einer Ad-Hoc-Mitteilung für die Aktionäre öffentlich gemacht hatte. Selbst das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hatte moniert, dass der BVB mehr preisgegeben hatte, als rechtlich verlangt gewesen war. Wie Herrlich in den kommenden Tagen behandelt werden soll, ist laut Meier nach wie vor offen. "Es gibt keine neuen Erkenntnisse, die über unsere Verlautbarungen hinausgehen. Die Ärzte untersuchen weiter, um ganz exakte Diagnosen stellen zu können und über Operationen oder andere Therapien zu entscheiden."

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