Sport : Borussia Dortmund: Neuverpflichtung Rosicky treibt den Aktienkurs hoch

Die Verpflichtung des tschechischen Nationalspielers Tomas Rosicky treibt den Aktienkurs von Borussia Dortmund in die Höhe. Der mit 25 Millionen Mark teuerste Transfer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga ließ das Wertpapier an der Frankfurter Börse um knapp sieben Prozent auf 9,13 Euro steigen (siehe Grafik unten). Die BVB-Aktie war Ende Oktober mit 11,0 Euro in den Handel gekommen und zwischenzeitlich auf 7,50 Euro abgerutscht.

Dortmunds Präsident Gerd Niebaum hofft, dass sich die Investition in einen der begehrtesten Spieler Europas auch sportlich auszahlt. "Wir haben einen jungen Spieler mit sehr viel Potenzial langfristig an uns gebunden", sagte er den "Ruhr Nachrichten". Obwohl der BVB mit dem Transfer in eine neue Dimension vorgedrungen ist, sei es kein "finanzieller Quantensprung", so Niebaum, da sich die Liga schon zuvor mit dem Brasilianer Lucio (Leverkusen/17,5 Millionen) und Emile Mpenza (Schalke/17,0) der 20-Millionen-Grenze genähert hätte.

Dass die Börse eher auf perspektivisch angelegte Entscheidungen wie die Verpflichtung von Rosicky (20) reagiert, kaum aber auf aktuelle Spielergebnisse des BVB, bestätigt eine wissenschaftliche Untersuchung. "Der Kurs des Papiers an der Börse reagiert bislang allenfalls kurzfristig auf das sportliche Abschneiden der Mannschaft", sagt Armin Rott, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Dortmund. Das Auf und Ab im Bundesliga-Alltag lässt die Börsianer meist kalt. "Die Anleger sehen, dass der wirtschaftliche Erfolg des Fußball-Unternehmens BVB nicht vom kurzfristigen sportlichen Abschneiden abhängt", interpretiert Rott die Studie, die er gemeinsam mit Mirko Dahlke erstellt hat. Nur der Eröffnungskurs der Aktie könne nach Spielen der Borussia kurzfristig dem Spielausgang folgen. "Im Verlauf des Handelstages ist dieser Effekt aber nicht mehr nachweisbar", sagt Rott.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben