Borussia Dortmund schlägt Mainz 05 : Thomas Tuchel: Aufatmen nach der Rückkehr

Thomas Tuchels Rückkehr nach Mainz war erfolgreich. Der Trainer von Borussia Dortmund kann nach dem 2:0-Erfolg gegen die Rheinhessen aufatmen.

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Marco Reus spielte stark, verschoss aber einen Elfmeter.
Marco Reus spielte stark, verschoss aber einen Elfmeter.Foto: AFP

Borussia Dortmund hat die vierzehntägige Länderspielpause gut getan. Nach zuletzt vier sieglosen Pflichtspielen gewann der BVB am Freitagabend das Spiel in der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05 durch Treffer von Marco Reus (18. Minute) und Henrich Mchitarjan (82.) 2:0 und rückte als Tabellenzweiter dem FC Bayern München zumindest über Nacht wieder näher. Aus vier Punkten Rückstand können an diesem Samstag bei einem Sieg des Meisters in Bremen allerdings rasch wieder sieben werden. Reus hätte für die Borussen am Tag der Rückkehr des früheren Mainzer Trainers Thomas Tuchel an seinen alten Arbeitsplatz die Verhältnisse früher klären können, doch er vergab die große Chance dazu bei einem Strafstoß (47.).

Nach dem für Mainzer Verhältnisse ungewöhnlich intensiven Ballyhoo vor dem Wiedersehen mit Tuchel, war der Empfang für den Fußballlehrer, der nach sechs Jahren bei den 05ern zum Ende der Saison 2013/14 Knall auf Fall aufgehört hatte, zwar von Pfiffen begleitet, aber nicht aggressiv. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt interessiert die Fans viel brennender, was aus dem Manager-Urgestein Christian Heidel wird. Dem gebürtigen Mainzer und scheinbar „ewigen“ Macher dieser kleineren Bundesliga-Größe liegt dem Vernehmen nach ein unterschriftsreifes Angebot des westfälischen Traditionsvereins Schalke 04 vor.

Ob der schon mehrmals umworbene Zweiundfünfzigjährige sich noch einmal für seinen Herzensklub entscheiden wird, mutet angesichts der viel größeren sportlichen und finanziellen Möglichkeiten der Schalker eher zweifelhaft an. Eigentlich müsste er laut Vertrag noch bis mindestens 2017 bleiben, doch angesichts seiner Lebensleistung für die Mainzer könnte er vermutlich auch eher als vereinbart gehen, falls die Nachfolgefrage zur Zufriedenheit aller Beteiligten, voran Präsident Harald Strutz, geklärt wäre. „Ich würde den Verein niemals verlassen“, sagte Heidel am Freitagabend gegenüber Sky, „wenn ich das Gefühl hätte, dass die Dinge dann nicht funktionieren.“

Mchitarjan nutzt eine der zahlreichen Chancen

Was am Freitag hüben wie drüben funktionierte, war das Spiel beider Mannschaften: Es war vor der Pause flott, intensiv und jederzeit zielstrebig. Bei Halbzeit führte das reifere Team, das sich die gelegentlichen Momente der Unsicherheit in der Mainzer Abwehr einmal zunutze machte. Marco Reus, zuletzt ein „Chancentod“ in der Nationalmannschaft, vollendete nach Bungerts Fehlpass und der Vorleistung von Mchitarjan und Aubameyang locker zur 1:0-Führung des BVB (18.). Sie wackelte zwar gelegentlich, weil der Tabellenachte mit viel Leidenschaft die spielerischen Vorteile der Dortmunder zu egalisieren versuchte, doch vor dem Tor der Borussia waren die Rheinhessen zu hektisch.

Dass Reus kurz nach dem Wechsel seine zweite große Chance nicht nutzte, war allerdings leichtfertig. Bungert  hatte nach Ansicht von Schiedsrichter Stieler Aubameyang an der Strafraumgrenze gefoult, doch Reus scheiterte beim Strafstoß am Karius (47.). Stark vom Mainzer Torwart, der in dieser Spielzeit bei vier Elfmetern (zwei hielt er, zwei verfehlten ihr Ziel) noch kein einziges Mal bezwungen wurde. So mussten Tuchel und seine Dortmunder noch bis zur 82. Minute zittern, ehe Mchitarjan eine der zahlreichen BVB-Gelegenheiten zum 2:0-Siegtreffer nutzte.

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