Sport : Boxen: May am Ende, Beyer im Zenit

Nach einer erneuten Prügelstrafe hat Torsten May die Zukunft im Boxring wohl endgültig hinter sich. Eine klaffende Wunde an der rechten Augenbraue bedeutete für den Olympiasieger von Barcelona 1992 im Kampf um die EM-Krone im Cruisergewicht gegen den Ukrainer Alexander Gurow in Erfurt das schmerzhafte Ende aller Hoffnungen. Während Mays Rücktritt beschlossene Sache scheint, feierte der ehemalige Weltmeister Markus Beyer im Supermittelgewicht einen eindrucksvollen K.-o.-Sieg in der siebten Runde gegen Manuel Lopez (USA) und steht vor einem neuen WM-Kampf.

"Ich werde mich jetzt mit meiner Familie in Ruhe beraten und mit etwas Abstand eine Entscheidung treffen", erklärte May, der bereits im Vorfeld seinen Rücktritt für den Fall einer klaren Niederlage angekündigt hatte. Bei seiner dritten Niederlage im 25. Profikampf hatte der viel zu zaghaft agierende ehemalige Amateur-Weltmeister auch auf den Zetteln der Punktrichter klar in Rückstand gelegen. Unmittelbar bevor Trainer Ulli Wegner vier Sekunden vor Ende der achten Runde das Handtuch als Zeichen der Aufgabe warf, war der stark blutende May nach einem Niederschlag auch noch angezählt worden.

Im Gegensatz zu May präsentierte sich Markus Beyer erstmals nach dem im Vorjahr verlorenen WM-Titel der WBC-Version und zwei schwächeren Aufbau-Kämpfen wieder in Galaform. Mit einer krachenden linken Geraden an den Kopf seines Widersachers beendete der 29-jährige Wahl-Kölner den ungleichen Kampf gegen Manuel Lopez.

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