BR Volleys schlagen SVG Lüneburg 3:0 : Thomas Tuchel sieht Heimsieg der Volleys

Heimsieg für die BR Volleys: Die Berliner Volleyballer schlagen SVG Lüneburg 3:0 - obwohl Trainer Mark Lebedew die Mannschaft fast komplett umgestellt hatte. Die Hauptaufmerksamkeit aber bekam ein früherer Bundesliga-Trainer auf der Tribüne...

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Siegreich: Die BR Volleys gewannen am Samstag 3:0 gegen Lüneburg.
Siegreich: Die BR Volleys gewannen am Samstag 3:0 gegen Lüneburg.Foto: imago

Wenn vereinslose Trainer auf der Tribüne gesichtet werden, hat das oft nichts Gutes für den Job des amtierenden Coaches zu bedeuten. Doch dass Thomas Tuchel am Samstagabend mit Mütze unter den 3124 Zuschauern in der Schmelinghalle saß, um den BR Volleys zuzusehen, musste Mark Lebedew nicht beunruhigen. Denn der ehemalige Mainzer Tuchel ist pausierender Fußballtrainer und wollte nach Terminen in der Stadt und dem Hertha-Spiel gegen Bayern auch etwas Volleyball sehen. Außerdem ist Lebedews Team ja äußert erfolgreich. 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) gewannen die Berliner gegen SVG Lüneburg, doch es war ein mühsamer achter Sieg im neunten Bundesligaspiel. „Ich bin zufrieden“, sagte Lebedew, „wir haben wegen Reisen und Spielen drei, vier Wochen kaum trainiert, da fehlt etwas die Abstimmung.“ Die Volleys führen die Tabelle vor Friedrichshafen an.

Drei Tage nach dem Sieg in Rottenburg schonte Lebedew etliche Stammspieler wie Carroll, Bontje oder die Shoji-Brüder. Am Donnerstag steht schließlich ein wichtiges Champions-League-Spiel in Rzeszow an. Die B-Formation des Deutschen Meisters mit Reservisten wie Fischer, Dünnes, Kühner oder De Marchi tat sich schwer mit dem Aufsteiger aus Niedersachsen, der als Tabellensechster überraschend gut in seine erste Bundesliga-Saison gestartet ist. Die Gastgeber zeigten Abstimmungsfehler und Ungenauigkeiten, die Gäste führten überraschend 14:9 im ersten Satz, bevor die Volleys im Angriff aufdrehten. Auf Robert Kromm und Tomas Kmet war Verlass, sie hatten gegen Rottenburg noch ausgesetzt und trugen das Team diesmal.

Auch den zweiten Satz gewannen die Volleys nicht so mühelos wie gewohnt, holten nach 10:12- und 13:14-Rückstand aber wieder auf. Der dritte Satz war bis zum 21:19 eine zähe, aber letztlich erfolgreiche Angelegenheit für die Volleys. Vielleicht klappt es für die Lüneburger ja am Sonntag, wenn sie wieder in Berlin antreten, beim VC Olympia.

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