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Brasilien : Marcelinho festgenommen – Vorwurf der Vergewaltigung

Der frühere Bundesliga-Fußballer Marcelinho ist wegen angeblich versuchter Vergewaltigung in seiner brasilianischen Heimat verhaftet worden.

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Marcelinho spielte zwischen 2001 bis 2006 155 Mal in der Bundesliga für Hertha BSC. Foto: dpa
Marcelinho spielte zwischen 2001 bis 2006 155 Mal in der Bundesliga für Hertha BSC.Foto: dpa

Wie einheimische Medien berichten, wurde Marcelinho am frühen Mittwochmorgen während einer Party in seinem Haus in Campina Grande von Militärpolizisten festgenommen. Auch drei Freunde des Fußballers setzte die Polizei fest, weil sie Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet hätten. Gestern Abend wurde Marcelinho in ein Gefängnis verlegt, eine Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt. „Ich bin unschuldig und spreche nur vor Gericht“, sagte Marcelinho.

Dem ehemaligen Spielmacher von Hertha BSC und vom VfL Wolfsburg wird von einer Frau und ihrem Bruder, einem hochrangigen Polizisten, versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. Die Militärpolizei des nordöstlichen Bundesstaats Paraíba teilte mit, dass beide zu der Party mit rund 30 Personen eingeladen gewesen waren. Marcelinho sagte, er habe von dem Vorwurf erst auf der Polizeiwache erfahren.

Der Präsident des Fußballklubs Sport Recife, dem Marcelinho gerade zum Aufstieg in die erste brasilianische Liga verholfen hat, sicherte seinem Spieler volle juristische Unterstützung zu und sprach von einer Falle. Ein Berater Marcelinhos war zunächst nicht erreichbar.

Der Vorfall habe sich zwischen vier und fünf Uhr abgespielt, berichtete die Lokalzeitung „Jornal Diário da Borborema“. Marcelinho soll demnach versucht haben, die 31-jährige Frau zu küssen. Diese habe sich gewehrt, woraufhin der Fußballer sie an den Haaren gezogen und gebissen habe. Beim Anblick der Szene habe ihr Bruder dann seine Kollegen gerufen. Marcelinhos Anwälte geben den Kuss ihres Mandanten zu, bestreiten aber jegliche Gewalt. Weil sich die Partygäste gegen das Eindringen der Polizei gewehrt hätten, hätten die Beamten Warnschüsse abgefeuert.

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