Bremen - Fürth 2:2 : Pfiffe gegen Spieler, Plakate gegen Schaaf

Das 2:2 gegen den Tabellenletzten Fürth sorgt für Unmut unter den Werder-Fans. In Bremen wächst der Protest auch gegen Werders Trainer-Institution Thomas Schaaf. Erst still, dann lauter.

Unentschieden, unzufrieden: Das 2:2 bringt weder Lukimyas Bremern (r.) noch Sercan Sararers Fürthern etwas.
Unentschieden, unzufrieden: Das 2:2 bringt weder Lukimyas Bremern (r.) noch Sercan Sararers Fürthern etwas.Foto: dpa

Bremen - Die Pfiffe der Bremer Fans waren Frank Kramer egal. Der neue Coach der SpVgg Greuther Fürth holte am Samstag seinen ersten Bundesliga-Punkt, war aber beim verdienten 2:2 (0:0) wegen der vielen vergebenen Chancen nicht sonderlich glücklich. „Ärgerlich ist das falsche Wort“, sagte der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer nach seinem Debüt auf der Erstliga-Bank der Fürther: „Aber man ist einfach weniger zufrieden.“

Die Bremer wurden von ihren Anhängern nach dem Abpfiff gnadenlos ausgepfiffen. Werder blieb nach zuvor zwei Heimniederlagen wieder sieglos im Weserstadion und liegt nur noch sechs Punkte vor dem Relegations-Rang 16. „Das war eindeutig zu wenig“, sagte Zlatko Junuzovic, „wir haben uns das selbst eingebrockt.“ Trainer Thomas Schaaf kommentierte: „Ich bin mehr als unzufrieden.“

Zu Toren kam Werder nur durch zwei verwandelte Foulelfmeter des eingewechselten Aaron Hunt. Der Tabellenletzte aus Fürth bejubelten die Treffer durch Stephan Fürstner und Thanos Petsos.

Das Spiel fand auf schwachem Niveau statt und lebte in der zweiten Halbzeit allein von der Spannung. Vor allem der Gastgeber enttäuschte seine Fans. Bereits zur Pause pfiffen und buhten die ersten Werder-Anhänger. Später wurde es deutlich lauter. „Wir haben mit unserer Leistung nicht gerade zu einer besseren Stimmung beigetragen“, kommentierte Werders Torhüter Sebastian Mielitz.

In Bremen wächst der Unmut immer mehr. Schon vor dem Spiel gab es einen stillen Protest. „1999 – 2013 ist genug“, stand auf einem Plakat, zudem die Initialen des Trainers, des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Willi Lemke und des Vereinspräsidenten Klaus-Dieter Fischer. dpa

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