Sport : Bremer Planerfüllung

Schalke 04 – Werder 1:1

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Gelsenkirchen (Tsp). Die Verhältnisse in Bremen kennt Frank Neubarth nur allzu gut. Jahrelang war er als Profi beim SV Werder am Ball, BJugend und Amateure des Nordklubs leitete er als Trainer. Seit dem 1. Juli arbeitet Neubarth nun als Bundesliga-Trainer, allerdings beim FC Schalke 04. Und da zeigte sich, dass sein Wissenstand über seinen früheren Arbeitgeber noch längst nicht dazu ausreicht, dem alten Klub mal tüchtig eins auszuwischen, auf dem rein sportlichen Sektor, versteht sich. Schalke gegen Werder – die recht ansehnliche Bundesligapartie endete vor 60 600 Zuschauern in ausverkaufter Arena mit einem 1:1 (1:1). Was Neubarth besonders wurmte: Für Schalke war es bereits das vierte Heimspiel in Folge ohne Sieg.

Die Tore waren früh geschossen auf Schalke. Die Bremer Führung durch Markus Daun glich Ebbe Sand aus. 1:1, nach nur acht Minuten, dann war Toresschluss. „Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber wir haben heute einfach zu wenig über die Außen gespielt“, sagte Schalkes Torhüter Frank Rost. Auch er ist, wie Neubarth, ein ehemaliger Bremer, hat zehn Jahre lang bei Werder zwischen den Pfosten gestanden.

Werders Trainer Thomas Schaaf konnte dagegen eine gewisse Genugtuung nicht verbergen, war ihm doch an Planerfüllung gelegen. „Wir wollten einen Punkt mit nach Hause nehmen. Das ist uns gegen einen starken Gegner gelungen“, sagte Schaaf. Im Angriff hatte sich der Werder-Trainer für den jungen Daun als zweite Spitze neben Ailton entschieden. Dauns Berücksichtigung hatte sich schon nach vier Minuten durch den Treffer zum 1:0 ausgezahlt. „Wir sind kalt erwischt worden“, sagte Frank Neubarth zu dieser Situation. Durch Sands fast postwendend erzielten Ausgleich wurde Neubarth indes schnell wieder wärmer ums Herz. Der Jubel beim Dänen Sand war groß. Schließlich hatte er noch etwas gutzumachen: Drei Tage vorher hatte er schließlich im DFB-Pokalspiel beim FC Bayern München mit einem verschossenen Elfmeter die Niederlage im Elfmeterschießen eingeleitet.

Trainer Neubarth durfte für das Unentschieden immerhin als Entschuldigung geltend machen, dass ihm vier Stammspieler verletzt fehlten. Der lange Zeit verletzte Belgier Nico van Kerckhoven saß erstmals in dieser Saison auf der Bank und feierte in den letzten 20 Minuten sein ersehntes Comeback. Bis zur Pause war Schalke die überlegene Elf, ohne im gegnerischen Strafraum sonderlich viel Unruhe auszulösen. „Uns wurde eine Menge abverlangt“, sagte Thomas Schaaf dennoch. Werder stand recht sicher in der Defensive und sah den Strafraum des Kontrahenten meist nur aus der Ferne.

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