Bundesliga am Sonntag : Nürnberg beendet Augsburger Serie

Kein Sieg in 17 Hinrundenspielen - nun drei Erfolge in vier Rückrundenspielen. Der 1. FC Nürnberg verlässt durch das 1:0 beim FC Augsburg die Abstiegsränge in der Fußball-Bundesliga.

Josip Drmic erzielte den Siegtreffer der Nürnberger in Augsburg.
Josip Drmic erzielte den Siegtreffer der Nürnberger in Augsburg.Foto: Imago

Nach einer desolaten Hinrunde kommt der 1. FC Nürnberg immer besser in Schwung. Die Franken feierten am Sonntag beim FC Augsburg bereits ihren dritten Sieg im vierten Rückrundenspiel und verbesserten sich durch das hart erkämpfte 1:0 (0:0) auf Platz 14 in der Bundesliga. Die Schwaben bleiben zwar in Schlagdistanz zu den Europa-League-Rängen, verpassten aber erneut einen Heimsieg im Bayern-Derby: Der letzte Augsburger Pflichtspielerfolg gegen Nürnberg vor eigener Kulisse ist schon fast 40 Jahre her.

Josip Drmic (65. Minute) köpfte die Gäste mit seinem elften Saisontor zum nächsten Drei-Punkte-Erlebnis, nachdem der FCN in der gesamten Hinrunde keinen einzigen Sieg zustande gebracht hatte. Die Augsburger Elf von Trainer Markus Weinzierl konnte die gewachsenen Ansprüche ihrer Anhänger diesmal ausnahmsweise nicht befriedigen. Trotz einer guten Anlage kam das letzte Zuspiel oder die letzte Flanke viel zu häufig nicht an, so blieb es bei wenigen Torannäherungen und noch weniger guten Chancen. Gleichzeitig verpasste der FCA die Gelegenheit, schon nach dem 21. Spieltag die Bilanz aus der vergangenen Saison zu überbieten. Mit 31 Punkten hat die Weinzierl-Elf allerdings weiter lediglich zwei Zähler weniger auf dem Konto als am Ende der Spielzeit 2012/2013.

Die Nürnberger trotzten ihrem großem Verletzungspech wie schon vor einer Woche beim 0:2 gegen den FC Bayern mit enormem Einsatz und großem Engagement. Per Nilsson kehrte nach seiner Kreuzbandzerrung in die erste Elf zurück und stabilisierte die Defensive, dafür präsentierte sich Not-Rechtsverteidiger Martin Angha oftmals überfordert. Der Schweizer lief für den knieverletzten Timothy Chandler auf, zudem musste Trainer Gertjan Verbeek auf die etablierten Stammkräfte Makoto Hasebe und Daniel Ginczek sowie Mittelfeldprofi Mike Frantz verzichten, der kurzfristigen ausfiel.

Insofern waren die Franken anfangs darauf bedacht, hinten dicht zu machen. Die erstaunliche Pausenbilanz von 60 Prozent Ballbesitz war eher ein Beleg von großem Sicherheitsfußball anstatt eines furiosen Offensivfeuerwerks. Großchancen bekamen die 30 660 Zuschauer in der ersten Halbzeit sowieso nur wenige zu sehen - die besten noch für den FCA: Gleich dreimal klärte Torwart Raphael Schäfer nach Weitschüssen von André Hahn (17.), Arkadiusz Milik (41.) und Tobias Werner (42.); auf der Gegenseite verpasste Drmic (18.) zunächst knapp.

Erst mit der Einwechslung des spanischen Junioren-Nationalspielers José Campana entwickelten die Nürnberger deutlich mehr Offensivschwung. Bei seinem Bundesligadebüt überzeugte die 20 Jahre alte Winter-Neuerwerbung in der Mittelfeldzentrale und nährte die Club-Hoffnungen, dass aus ihm eine wirkliche Verstärkung werden könne. Das Tor zum 1:0 war allerdings Drmic vorbehalten, der eine Flanke von Adam Hlousek nach etwas mehr als einer Stunde unhaltbar einköpfte. Die wilden Ausgleichsversuche des FCA blieben erfolglos. Die größte Chance vergab Hahn elf Minuten vor Schluss. (dpa)

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