Bundesliga : Gladbach: Systemumstellung für den Derbysieg?

Üblicherweise lässt Mönchengladbacs Trainer Michael Frontzeck mit den zwei offensiven Mittelfeldaußen Juan Arango und Marco Reus sowie zwei Stürmern spielen, nun aber wurde eine ganz andere Formation geübt.

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Trainer Michael Frontzeck nennt ihn einen „Eckpfeiler und Stabilisator“ im defensiven Mittelfeld. In den fünf Spielen, in denen Thorben Marx  bei Borussia Mönchengladbach nun verletzt gefehlt hat, gab es nur einen Sieg, zuletzt setzte es beim 0:3 in Dortmund und dem 0:4 gegen Wolfsburg zwei deutliche Niederlagen. Dort war das Gegenteil von Stabilität zu sehen und deshalb ist es nun gut denkbar, dass der gerade erst genesene Marx gleich in die Startelf zurückkehrt. Der arbeitsame und in seiner Bedeutung für das Spiel häufig unterschätzte Mittelfeldspieler dürfte in dem nicht nur wegen der Sicherheitslage auf den Rängen, sondern auch wegen der enger werdenden Tabelle brisanten Derby gegen den 1. FC Köln aber nur einer von mehreren Faktoren sein, auf die Michael Frontzeck hofft. Im ersten Viertel der Saison fiel das große Offensivpotenzial der Borussia auf, dem viele Fehler in der Defensive gegenüberstanden. Danach festigte sich die Abwehr phasenweise nicht zuletzt wegen des starken Dante, bevor dann individuelle Fehler hinzukamen und schließlich noch Ideen- und Harmlosigkeit im Angriff. Üblicherweise lässt Frontzeck mit den zwei offensiven Mittelfeldaußen Juan Arango und Marco Reus sowie zwei Stürmern spielen, nun aber wurde eine ganz andere Formation geübt, mit nur einem zentralen Stürmer und einer offensiven Dreierreihe dahinter – in der Reus eine Art hängende Spitze spielt, aber durch Defensivaufgaben auch zu mehr Kompaktheit und Stabilität beiträgt. Der entscheidende Vorteil gegen die zumeist in ihren Mitteln beschränkten Kölner könnte bei dieser Formation darin liegen, dass sich die Borussia mit neuen Handlungsoptionen vielleicht sogar selbst überrascht.

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