Sport : Bundesliga lehnt große Reformen im DFB ab

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Berlin Führende Bundesliga-Vertreter haben den Wunsch nach grundlegenden Reformen im deutschen Fußball zurückgewiesen. „Es ist nicht so, dass es beim Deutschen Fußball-Bund nur Blödmänner gibt“, sagte Borussia Dortmunds Manager Michael Meier dem Tagesspiegel. Forderungen nach Strukturänderungen beim DFB, etwa von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, hatte am Freitag auch der Vorstand der Deutschen Fußball-Liga abgelehnt. „Ein Lagerdenken zwischen Profis und Amateuren bringt uns nicht weiter“, sagte Meier. Die Vertreter der Vereine hießen die neue DFB-Doppelspitze mit dem amtierenden Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder und dem designierten Chef Theo Zwanziger mehrheitlich gut. Lediglich Rudi Assauer von Schalke 04 und Peter Pander vom VfL Wolfsburg äußerten Bedenken. Damit gilt als sicher, dass die Vereine beim DFB-Bundestag im Oktober ihre Sperrminorität nicht nutzen werden, um die neue Führung zu Fall zu bringen.

„Wir brauchen keine Satzungsänderungen“, sagte auch Werder Bremens Aufsichtsratschef Franz Böhmert auf Nachfrage. „Es wäre aber wünschenswert, dass es zwischen Nationalmannschaft und Vereinen sportlich eine bessere Zusammenarbeit gibt.“ Eine Altersgrenze für Fußball-Funktionäre, wie von Rummenigge gefordert, lehnte Böhmert ab. „Als Arzt habe ich schon viele 80-Jährige gesehen, die fitter waren als einige 40-Jährige.“ hude/ide

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