Bundesliga : Schalke steht vor einem Umbruch

Der FC Schalke 04 will mit einigen Veränderungen in die kommende Saison der Fußball-Bundesliga starten. Der Kandidatenkreis für den Managerposten reduziert sich unterdessen weiter.

Gelsenkirchen - „Wir werden um einige Leistungsträger herum eine junge und hungrige Mannschaft bauen“, kündigte Präsident Josef Schnusenberg an. Ob Schalkes Trainer Fred Rutten an der Umsetzung des Konzepts mitwirken darf, ist weiter ungewiss. Der Niederländer verrichtete auch am Mittwoch unverdrossen seine Arbeit.

Derweil reduzierte sich der Kandidatenkreis für den Managerposten weiter. Nach der Absage von Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Felix Magaths Beteuerung, er wolle beim VfL Wolfsburg weitermachen, schied auch der ehemalige Schalker Trainer Huub Stevens am Mittwoch aus. „Mit mir hat keiner Kontakt aufgenommen. Ich rechne auch nicht mehr damit und warte nicht darauf“, sagte der Niederländer, der auch die chaotische Lage in Schalke als Grund für sein Desinteresse benennt. „Dort wird zu viel Unruhe von oben hereingetragen“, sagte Stevens. Die negative Entwicklung seines früheren Klubs irritiert ihn: „Schalke hat eigentlich einen guten Kader und einen guten Trainer. Und ich verstehe auch nicht, warum Andreas Müller entlassen wurde.“

In Schalke will man nun langfristiger planen. „Wir sind in diesem Jahr leider in allen Wettbewerben ausgeschieden. Wir fragen uns, woran das gelegen hat. Und es kann nicht damit erledigt sein, dass man den Manager entlässt“, sagte Schnusenberg, der die Verpflichtung zweier junger Talente ankündigte. Der tschechische Mittelfeldspieler Jan Moravek (19) und der uruguayische Stürmer Nicolas Mezquida (17), der zunächst die Jugend verstärken soll, kommen im Sommer.

Außerdem sollen die Kosten für den zurzeit etwa 50 Millionen Euro teuren Kader wegen der fehlenden internationalen Einnahmen erheblich auf rund 35 bis 40 Millionen Euro reduziert werden.dpa

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