Champions League : Auftritt Dida

Mathias Klappenbach erlebt großes Theater beim AC Mailand. In der Hauptrolle: Torhüter Dida.

Mathias Klappenbach
Dida Foto: AFP
Schwer verletzt... oder doch nicht? Torhüter Dida vom AC Mailand. -Foto: AFP

Glasgow, Celtic-Park, 90. Minute. Auftritt Fan:

„Wahnsinn! 2:1 gegen Mailand. Ich geh jetzt runter und lauf ’ne Ehrenrunde.“

Mailands Torwart Dida: „Was ist denn das für ein Blödmann? Rempelt mich einfach an, will mir eine runterhauen. Warte, dich kriege ich. Es muss sowieso jemand dafür büßen, dass ich vorhin schon wieder den Ball fallen gelassen habe, dass wir jetzt verlieren.“

Torwart läuft Fan hinterher, Fan ist schneller.

Dida: „Mist, was mache ich denn jetzt? Ich bin der berühmte Dida, aber wie komme ich hier jetzt wieder raus? Lieber abtauchen. Ich leg mich jetzt hin, ich bin verletzt. Das hat bei Inter damals gegen Gladbach auch super geklappt, vielleicht wird das Spiel ja wiederholt, und ich werde für meine Cleverness gelobt. Und von meinem Fehler spricht keiner mehr.“

Abtransport Dida. Am nächsten Morgen am Zeitungskiosk.

Auftritt Dida. Zeitung 1: „Dida blamiert sich. Daneben gegriffen und simuliert.“ Zeitung 2: „Milan, dafür muss Dida eine Lektion erteilt werden.“

Dida: „Dass es auch überall diese Kameras geben muss. Was wissen die denn schon? Ich musste in Sekundenbruchteilen entscheiden.“

Nachmittags auf dem Trainingsgelände des AC Mailand. Auftritt Vizepräsident Adriano Galliani:

„Das war echt daneben gestern. Wir legen natürlich keinen Protest ein, der Dida spinnt doch.“

Dida: „Hält man so zu seinen Angestellten? Heute habe ich wirklich Kopfschmerzen, den ganzen Tag lachen alle über mich. Auch die Kollegen. Sowas mache ich nie wieder. Das habt ihr jetzt davon.“

Alle ab.

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