Champions League : Barca siegt im hässlichen Hinspiel bei Real

Wortgefechte, Rangeleien, und eine rote Karte: Mit zwei Toren in einem giftigen Spiel hat Lionel Messi Barcelona Richtung Endspiel der Champions League geschossen.

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Barcas Lionel Messi traf zwei Mal gegen Madrid.
Barcas Lionel Messi traf zwei Mal gegen Madrid.Foto: AFP

19 Titel in acht Jahren hat José Mourinho mit seinen Klubs gewonnen, zuletzt im zweiten von vier Aufeinandertreffen innerhalb von nicht einmal drei Wochen mit dem FC Barcelona den spanischen Pokal. Mourinhos bevorzugtes Mittel gegen die spielstärkste Mannschaft der Welt sind absolute Defensive und stetige Provokation. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den FC Barcelona aus dem Halbfinale der Champions League zu werfen, ist äußerst fraglich. Das ungemein hektische Hinspiel verlor Madrid zu Hause durch zwei Tore von Lionel Messi 0:2 (0:0). Das wahrscheinliche Endspiel heißt Manchester United gegen den FC Barcelona.

Real überließ den Gästen komplett die Initiative. Barcelona hatte gleich deutlich mehr Ballbesitz, fand aber in Abwesenheit des verletzten Andres Iniesta kaum einen Weg durch die mit drei defensiven Mittelfeldspielern dichte Defensive von Mourinhos Team. Nach zehn Minuten ergab sich eine Schusschance für David Villa, der das Tor knapp verfehlte. Keine halbe Stunde war gespielt, als Xavi an Reals Keeper Iker Casillas scheiterte. Das waren die beiden besten Torchancen in der ersten Halbzeit, die eigentlich mit einem Freistoß des nicht so präsenten Cristiano Ronaldo in die Mauer zu Ende ging. Die durch viele Nickligkeiten aufgeheizte Atmosphäre führte aber noch zu einem Tumult am Kabinengang, in dessen Folge Barcelonas Ersatztorwart José Pinto die Rote Karte von Schiedsrichter Wolfgang Stark sah. Dabei ist der doch angeblich Fan der Katalanen, im Ballyhoo vor dem Duell hatte Mourinho daran erinnert, dass Stark einmal den Weltfußballer Lionel Messi gelobt hatte.

Der konnte sich zunächst nicht entscheidend durchsetzen, ebenso wenig wie Mesut Özil. Zur Pause brachte Mourinho für Özil in Emmanuel Adebayor tatsächlich einen Stürmer. Nach einer Stunde konnte Mourinho sich doch über Stark beschweren, nachdem der Pepe für eine gesundheitsgefährdende Grätsche gegen Dani Alves Rot gezeigt hatte. Mourinho beschwerte sich zum Spiel passend so intensiv, dass Stark ihn aus dem Innenraum verbannte. Barcelona suchte in Überzahl weiter nach der Lücke, doch Villa scheiterte am stark reagierenden Casillas. Eine Viertelstunde vor dem Ende war dann doch Messi zur Stelle und drückte den Ball bei einer der jetzt mehreren Chancen Barcelonas über die Linie. Dem fügte er kurz vor dem Ende noch ein fantastisches Solo durch die gegnerische Hälfte hinzu, das er mit seinem zweiten Treffer abschloss.

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