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Champions League : BR Volleys verlieren Hinspiel in Istanbul 2:3

Knapp haben die BR Volleys das Hinspiel im Play-off-12 der Champions League bei Istanbul BBSK verloren. Im Rückspiel muss nun ein deutlicher Sieg her.

Aleksandar Okolic (links) und seine Berliner Teamkollegen müssen sich im Rückspiel strecken.
Aleksandar Okolic (links) und seine Berliner Teamkollegen müssen sich im Rückspiel strecken.Foto: imago/Conny Kurth

Die Spieler der BR Volleys spürten es während der gesamten Partie: Sie waren immer ganz nah dran. Darum feuerten sie sich in jeder kleinen Unterbrechung energisch an und riefen am Mittwochabend wieder und wieder: „Nicht aufgeben!“ Am Ende des Hinspiels im sogenannten Play-off-12 der Champions League bei Istanbul BBSK konnten die Berliner trotz des großen Einsatzes nicht jubeln.

Die Volleys verloren beim türkischen Vizemeister mit 2:3 (20:25, 32:30, 22:25, 25:20, 13:15). Im Rückspiel am nächsten Dienstag in Berlin würde der Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti aber schon ein 3:1 oder 3:0 zum Weiterkommen reichen, die Ausgangsposition ist also gar nicht so schlecht. Allerdings haben die Volleys eine noch bessere verpasst.

Und so haderte Kapitän Robert Kromm, der mit 20 Punkten Berlins erfolgreichster Spieler war, mit den vielen vergebenen Chancen. „Wir haben teilweise sehr gut abgewehrt und auch die Annahme war in Ordnung“, sagte der 33 Jahre alte Außenangreifer. „Daraus haben wir aber einfach zu wenig gemacht. Die letzte Konsequenz hat gefehlt und einfache Fehler waren die Folge. Doch die Moral hat gestimmt und uns letztlich den einen Punkt gebracht.“

Istanbuls Rouzier war kaum zu stoppen

Vor 1000 Zuschauern im Haldun Alagas Sports Complex von Istanbul waren die Gastgeber, bei denen der ehemalige Berliner Nicolas Le Goff nur sehr wenig Einsatzzeit bekam, vor allem auf ihren Star Antonin Rouzier verlassen. Le Goffs französischer Teamkollege, beide sind 2015 Europameister geworden, war für die Berliner kaum zu stoppen. Der Diagonalangreifer kam am Ende auf bemerkenswerte 35 Punkte. Zudem waren die Türken stabil in der Annahme und variierten mit Schnellangriffen. Nach einem Aufschlag ins Netz von Ruben Schott verlorenen die Berliner den ersten Satz mit 20:25.

Danach kamen die Berliner besser ins Spiel. Nicht zuletzt dank starker Blockaktionen von Aleksandar Okolic und Wouter ter Maat erarbeiteten sie sich im zweiten Durchgang eine 13:9-Führung. Aber dieser Vorsprung schmolz schnell dahin. Erst die Verlängerung entschied diesen Abschnitt, die Volleys konnten ihren fünften Satzball zum 32:30 verwerten.

Istanbul startete auch im dritten Durchgang besser (8:6). Doch die Mannschaft von Trainer Roberto Serniotti drehte den Rückstand und lag selbst vorne (12:11). Ausgeglichen ging es weiter (16:16, 19:19). Dann wurde jedoch Kromm gestoppt, ein Zuspiel von Tsimafei Zhukouski geriet zu flach und der Satz war entschieden (21:24). Rouzier ließ sich die Chance nicht nehmen und brachte die Gastgeber in 2:1-Führung (25:22).

Im Tie-Break liefen die Berliner einem Rückstand hinterher

Im vierten Satz brachte Serniotti zur ersten technischen Auszeit Paul Carroll für ter Maat in die Partie und der Australier überzeugte gleich. Zur Satzmitte setzten sich die Berliner entscheidend ab, weil Vigrass mit starkem Aufschlag glänzte (18:13). Carroll sicherte mit dem Punkt zum 25:20 zumindest den Auswärtspunkt - und den 2:2-Satzausgleich.

Im Tie-Break gerieten die Volleys frühzeitig in Rückstand (1:4) und taten sich schwer, wieder aufzuholen. Während vor allem Schott sich gegen die drohende Niederlage stemmte und verlässlich punktete, avancierte Rouzier endgültig zum Matchwinner. Schlussendlich verwandelte der Franzose den zweiten Satzball zum Heimsieg für Istanbul (13:15). (Tsp)

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