Champions League : BR Volleys verlieren in Nowosibirsk mit 1:3

Nicolas Diekmann

Wenn die BR Volleys am Donnerstag wieder in Berlin landen, haben sie eine lange Reise nach Westsibirien hinter sich. Bereits am frühen Montagnachmittag startete der Berliner Volleyballklub, um am zweiten Spieltag der Champions League rechtzeitig anzukommen. Dort wartete mit dem VK Lokomotiv Nowosibirsk der wohl stärkste Gegner der Volleys-Vorrundengruppe im wichtigsten europäischen Vereinspokal. Mit 1:3 (24:26, 19:25, 29:27, 22:25) ging das Auswärtsspiel zwar verloren, doch schlugen sich die Volleys achtbar. Immerhin scheiterte Nowosibirsk in der vergangenen Champions-League-Saison nur knapp an der Qualifikation für die Final-Four-Endrunde.

Die Volleys begannen stark, führten zwischenzeitlich im ersten Satz, verloren diesen dann aber knapp mit 24:26. Besonders Außenangreifer Robert Kromm stach aus der starken Mannschaft hervor, zig Punkte erzielte er mit seinen Aufschlägen. Nachdem der zweite Durchgang einseitiger gegen die Berliner verlief, zeigten sie im dritten Satz klasse Volleyball und gewannen 29:27. Beinahe hätte es anschließend zum 2:2-Satzausgleich gereicht, die Volleys führten im vierten bereits 22:21, doch zwei leichte Fehler bescherten den Russen letztlich den zweiten Sieg in der Vorrundengruppe B.

„Wir haben gezeigt, dass wir inzwischen mit den besten Teams in Europa zumindest mithalten können“, sagte ein zufriedener Volleys-Manager Kaweh Niroomand, der selbst nicht mitgereist war. Besonders aufgrund der sechsstündigen Zeitumstellung und der Reisestrapazen sei das Spiel der Mannschaft sehr gut gewesen, sagte er. Immerhin gut 5000 Kilometer musste die Delegation aus zwölf Spielern, dem Trainerteam und weiterer Betreuer zurücklegen.

Im anderen Spiel der Gruppe siegte der von den Volleys 3:0 geschlagene tschechische Vertreter aus Ceske Budejovice gegen den montenegrinischen Verein Budvanska Rivijera Budva 3:0. Für die Berliner ist dies eine gute Nachricht: Die nächsten beiden Spiele der Volleys werden gegen Budva sein, sollten sie siegreich ausgehen, hätte man gute Chancen auf das Achtelfinale. Sicher ist bereits, dass die Berliner keine ähnlich weite Auswärtsfahrt mehr bestreiten werden müssen: „Weiter als nach Nowosibirsk kannst du in der Champions League nicht reisen“, sagte Niroomand. Nicolas Diekmann

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