Sport : Champions League: Dortmund stößt die Tür weit auf

Borussia Dortmund hat die Tür zum Millionenspiel Champions League weit aufgestoßen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer verschaffte sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg bei Schachtjor Donezk eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug in die Endrunde der europäischen Spitzenklasse. Zwei Wochen vor dem Rückspiel in Dortmund sorgten die Torschützen Lars Ricken und Sunday Oliseh vor 33 147 Zuschauern im ausverkauften Zentralstadion von Donezk für ein beruhigendes Polster.

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg des BVB in Berlin gegen Hertha BSC hatte Sammer die Mannschaft auf vier Positionen verändert. So war Nationalspieler Christian Wörns wenige Stunden vor dem Anpfiff zur Geburt seines Kindes nach Dortmund zurückgereist. Zudem schickte der Coach den zuletzt überragenden Amoroso sowie Stefan Reuter und Miroslav Stevic auf die Bank. Die Umstellungen verursachten zu Beginn der Partie Zuordnungsprobleme. Nur die Latte verhinderte den frühen Führungstreffer der engagiert aufspielenden Gastgeber. Auch in der Folgezeit musste der Bundesligadritte, der vor allem auf der rechten Abwehrseite Probleme hatte, die eine oder andere kritische Situation überstehen.

Mit zunehmender Spielzeit befreite sich der Gast jedoch vom Druck des Gegners und kam folgerichtig zu Chancen. Und zu Toren. Einen Eckball von Tomas Rosicky beförderte Ricken per Kopf zum 1:0 ins Tor von Donezk. Der glückliche Führungstreffer sorgte für Erleichterung, nicht aber für Sicherheit. Mit Fortuna im Bunde war die Borussia erneut, als Schachtjors Angreifer Vourobiei in der 37. Minute aus 16 Metern die Latte traf. "Wir haben in einigen Situationen großes Glück gehabt", gestand BVB-Sportmanager Michael Zorc in der Halbzeit. Dem hohen Tempo aus den Anfangsminuten zollten die Gastgeber dann jedoch Tribut. Und nach Olisehs Tor zum 0:2 war ohnehin alles gelaufen.

Heute will Bayer Leverkusen im Duell mit Roter Stern Belgrad (20.30 Uhr, live im ZDF) ebenfalls den Grundstein zum Einzug in die Champions League legen. Dabei geht es auch um viel Geld. Etwa 35 Millionen Mark (17,9 Millionen Euro) Einnahmen erzielte Bayer in der vorigen Saison aus der Teilnahme an der europäischen Superliga.

Vor dem Abflug nach Belgrad gab es noch große Aufregung rund um die BayArena. Brasiliens Verbandscoach Luiz Felipe Scolari setzte Bayers Brasilianer Lucio massiv unter Druck und wollte den 23-Jährigen zur vorzeitigen Reise in die Heimat überreden. Scolari versprach dem Leverkusener sogar das Kapitänsamt für die WM-Qualifikation am 15. August gegen Paraguay, wenn Lucio schon am Donnerstag beim Testspiel gegen Panama mitwirkt. Trainer Klaus Toppmöller durfte erst spät aufatmen: Lucio checkte für den Charterflug von Köln Richtung Belgrad ein. Ob Lucio am Samstag auch gegen die Bayern zum Kader des Vizemeisters gehört, ist noch offen. Definitiv verzichten muss der Bundesliga-Spitzenreiter in Belgrad auf Lucios Landsmann Ze Roberto (Jochbeinbruch), ein Einsatz von Michael Ballack (Zehenbruch) ist sehr unwahrscheinlich.

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