Sport : Champions League: Gruppensieg ist Pflicht

Der FC Bayer präsentierte sich so souverän wie lange nicht, doch sein Manager erstickte aufkommende Begeisterung noch vor der nächtlichen Rückreise aus Moskau. "Es macht keinen Sinn, jetzt in Euphorie zu verfallen, sondern nach Hause zu fliegen und auf die Tabelle zu schauen: Vier Punkte, okay, basta", verkündete Uli Hoeneß überraschend defensiv nach dem 3:1-Sieg des Champions-League-Siegers bei Spartak Moskau. Hoeneß akzeptierte keinen Widerspruch. "Ich glaube schon, dass das ein ziemlich glücklicher Sieg war. Die Leistung war nicht das, was man sehen will", beharrte der Manager. Doch sein anhaltendes Lächeln verriet, dass die verbale Euphoriebremse rein taktischer Natur war.

Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge, der am Dienstag 46 Jahre alt wurde, steckte nach der geglückten Rehabilitierung für das 0:0 vor einer Woche gegen Sparta Prag sofort wieder höhere Ziele. "Wir sollten Erster werden, weil wir dann für die zweite Gruppenphase gesetzt sind und nicht direkt auf große Kracher wie Real Madrid oder Manchester treffen." Denn Rummenigge traut der Mannschaft nach Moskau Großes zu: "Im Prinzip ist unsere Mannschaft besser als im letzten Jahr." Begründung: "Wir haben mit Patrik Andersson nur einen Spieler verloren und vier dazubekommen. Wir können auf diese Weise die Ausfälle viel besser kompensieren."

In Moskau war das tatsächlich der Fall. Gerade auswärts, wenn der Gegner die Initiative ergreift und zum Kontern einlädt, kann der Deutsche Meister brillieren. Die Tore von Hasan Salihamidzic und Giovane Elber (2) fielen zudem stets "zum richtigen Zeitpunkt", wie Rummenigge anmerkte.

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