Sport : Comeback, Teil zwei

Nach Brad Bergen will auch Yvon Corriveau wieder für die Berliner Eisbären spielen

Mathias Klappenbach

Berlin. Am Dienstag trainierte er wieder zusammen mit der Mannschaft auf dem Eis. Ob Yvon Corriveau schon bei der Play-off-Revanche bei den Krefeld Pinguinen (Freitag, 20 Uhr) sein Comeback für die Berliner Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) feiern kann, entscheidet sich aber erst am Spieltag.

Der Kanadier, der bis vor drei Wochen, gemeinsam mit seinem Teamkollegen Brad Bergen, wegen des unberechtigten Vorwurfs der Vergewaltigung in schwedischer Untersuchungshaft gesessen hat, brennt jedenfalls auf sein Comeback. Bergen kam am vergangenen Sonntag beim 5:2 gegen die Hannover Scorpions bereits wieder zum Einsatz. Als er seinen Trainingsrückstand so schnell wie möglich aufholen wollte, hatte der 36-jährige Corriveau aber mit Rückenproblemen zu kämpfen. „Yvon will am Freitag unbedingt spielen. Wir mussten ihn bremsen, damit er sich im Training nicht übernimmt und wieder verletzt“, sagt Trainer Pierre Pagé. Corriveau hat viel im Kraftraum und auf dem Fahrrad gearbeitet, konnte aber im Training noch nicht richtig in die Zweikämpfe gehen.

Seit der Niederlage gegen den späteren Meister aus Krefeld im Halbfinale der vergangenen Saison hat Corriveau nicht mehr für die Eisbären gespielt, bei der 1:4-Niederlage im letzten Play-off-Spiel erzielte der Stürmer den einzigen Berliner Treffer. Die Mannschaft könnte ihn gut gebrauchen, denn nach den starken vier Auftaktsiegen deutete sich in den letzten Partien ein erster Substanzverlust im mit vielen jungen Spielern besetzten Kader an. Immerhin kehrten neben Corriveau mit Verteidiger Ricard Persson und Stürmer David Roberts zwei weitere Routiniers ins Mannschaftstraining zurück. Kapitän Persson kann seine operierte Hand aber noch nicht wieder richtig schließen, nach den Trainingseinheiten schwillt sie zudem immer wieder an. Pagé hofft aber, dass Persson schon in der nächsten Woche wieder einsatzbereit ist. Der am Knie verletzte Roberts wird noch länger brauchen.

Eine große Revanche verpassen die verletzten Spieler ohnehin nicht. Am Freitag stehen sich in der Rheinlandhalle viele Spieler gegenüber, die in den Play-offs vor sechs Monaten gar nicht dabei waren. Die Krefelder haben ihren Kader fast komplett ausgetauscht. „Die Pinguine haben eine völlig andere Mannschaft. Sie spielen eine viel aggressivere Verteidigung als im letzten Jahr. Aber das neue Team ist noch nicht richtig eingespielt“, sagt Pagé.

Für Yvon Corriveau wäre es sicher etwas Besonderes, am Freitag wieder mitzuspielen. Dass der Gegner Krefeld heißt, macht den Anreiz noch ein bisschen größer.

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