Sport : Da hilft nur noch St. Pauli

Der 1. FC Köln reist gerne zum FC St. Pauli. Das hat schon fast historische Gründe. 23 Jahre ist es her, es war ein Samstag im April 1978, als die Kölner in Hamburg 5:0 gegen St. Pauli gewannen und sich damit den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherten. Inzwischen sind die Kölner - zwangsweise - ein bisschen bescheidener geworden. Zuletzt hat die Mannschaft einen neuen Vereinsrekord aufgestellt, indem sie siebenmal in Folge verloren hat. In einer solchen Situation hilft vermutlich nur noch eine Reise nach St. Pauli. So war es. 2:1 siegten die Kölner, die schon bei den letzten Spielen einen Aufwärtstrend beobachtet und dann trotzdem verloren hatten. Vielleicht haben sie ihrer Wahrnehmung doch nicht so ganz getraut, jedenfalls verpflichteten sie in dieser Woche noch zwei neue Spieler: den Schweizer Marc Zellweger, der das 2:0 erzielte, und den Kameruner Rigobert Song, der die Kölner Abwehr verstärkte.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de St. Pauli steht jetzt da, wo Köln bei einer Niederlage gestanden hätte: am Tabellenende. Und die Kommentare der Hamburger hören sich ein wenig so an, wie sie sich zuletzt in Köln angehört hatten: "Die Mannschaft hat wieder Moral gezeigt und alles gegeben", sagte Trainer Dietmar Demuth. Sein Kotrainer Philipkowski stellte fest: "Wir sind mit dem Druck nicht fertig geworden. Die Mannschaft ist verunsichert, weil sie Woche für Woche verliert." Das mit dem Druck ist ein bisschen komisch, weil St. Pauli vor der Saison behauptet hat, die Bundesliga sei ein einziges Abenteuer, das es zu genießen gelte. Ganz so abenteuerlich hatten es sich vielleicht nicht vorgestellt.

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