Sport : Das bestmögliche Los

Friesinger steht vor dem WM-Sieg im Vierkampf

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Moskau Anni Friesinger steht nach zwei Strecken-Siegen bei den Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Moskau vor ihrem dritten Vierkampf-Titel. Nach ihrem 500-m-Erfolg zum Auftakt mit Bahnrekord von 39,04 Sekunden legte die 28-jährige Inzellerin mit einem starken Rennen im 3000-m-Duell mit Claudia Pechstein bereits einen großen Abstand zwischen sich und die Konkurrenz. Vor dem 1500-m- und 5000-m-Rennen hat Friesinger einen klaren Vorsprung auf die zweitplatzierte Cindy Klassen aus Kanada. „Alles lief wunderbar. Jetzt kann ich gut schlafen“, sagte Friesinger.

Vor 8000 Zuschauern gelang es der Weltmeisterin von 2001 und 2002 schon im Sprint ihre große Konkurrentin Klassen (39,10) auf Platz zwei zu verweisen. „Ich bin happy, dass es so komplikationslos lief“, sagte Friesinger. „Ziel war es, nicht mehr als drei oder vier Zehntel auf Klassen zu verlieren“, erklärte ihr Trainer Markus Eicher.

Die leicht erkältet ins Rennen gegangene Kanadierin, die 2003 in Abwesenheit von Friesinger gesiegt hatte, fiel über 3000 m weiter zurück. Während sich Friesinger und Pechstein gegenseitig zu Top-Resultaten trieben, fehlten Klassen (5./4:08,19) wenig später die Mittel, diese Zeiten weiter zu drücken.

„Ich habe der Anni gleich nach der Auslosung gesagt, das war das bestmögliche Los“, sagte Eicher. In 4:05,64 Minuten setzte sie sich schließlich vor Pechstein (4:06,30) und Daniela Anschütz (Erfurt/4:07,97) durch. Die EM-Zweite aus Thüringen hatte als Vierte über 500 m (40,07) ebenso wie die Berlinerin (8./40,33) bereits viel Zeit auf das Führungs-Duo verloren. Im Zwischenklassement rangieren die beiden daher somit auf den Rängen drei und vier. „Daniela hat überdreht“, sagte ihr Trainer Stephan Gneupel. „Aber über 3000 m hat sie einiges gerade gerückt, auch wenn es jetzt im Kampf um eine Medaille schwer wird“.

Mit einem achten Platz startete der einzige Deutsche, Stefan Heythausen, über 500 m in die Männer-Konkurrenz. Der Grefrather benötigte 37,23 Sekunden. Für den schnellsten Sprint sorgte der Japaner Takahiro Ushiyama, der im Vierkampf chancenlos scheint, in 36,28 Sekunden. Die großen WM-Favoriten Shani Davis (USA/36,33) und Titelverteidiger Chad Hedrick (USA/36,65) kamen auf die Plätze zwei und drei. dpa

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