Sport : Das Ende des Leidens

Mario Gomez meldet sich zur rechten Zeit zurück.

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München - Mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten Armen setzte Mario Gomez zum Jubelflug durch die Münchner Arena an. „Es war eine Gefühlsexplosion“, berichtete der Bayern-Torjäger. Ganze 27 Sekunden war der Nationalstürmer nach seiner Einwechslung auf dem Platz, als er gegen Hannover 96 sein erstes Saisontor erzielte. „Ein schöner Moment für mich“, sagte Gomez. „für die Mannschaft nicht so sehr wichtig.“ Die Bayern führten bereits 4:0. Trotzdem war es für Gomez ein befreiendes Gefühl: „Da spürt man wieder, was der Fußball einem bedeutet.“

Nachdem Gomez den Ball angenommen und mit rechts ins Tor geschlenzt hatte, habe er beim Jubeln an die „dreieinhalb Monate Reha“ nach der Operation am Sprunggelenk seines linken Fußes gedacht: „Ich muss mich bedanken bei meinen Physiotherapeuten und meinem Arzt, die rund um die Uhr für mich da waren, denen ich jetzt 15 Wochen auf den Sack gegangen bin.“ Die Zeit ohne Torjubel, die Monate auf der Tribüne – es war die längste Leidenszeit in der Karriere des Nationalstürmers. Jetzt ist Gomez wieder da, gerade rechtzeitig für den Jahresendspurt und das Gigantenduell am Samstag gegen den Titelverteidiger und aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund, gegen den die Bayern zuletzt fünfmal hintereinander verloren haben.

Die Münchner zeigten mit dem 5:0 gegen Hannover nach zuletzt zwei schwächeren Spielen (in Nürnberg und in Valencia) und der Kritik ihres Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge die passende Reaktion. „Manchmal brauchen wir das“, sagte Franck Ribéry. Und Gomez forderte: „Diesen Stil müssen wir bis Weihnachten durchziehen.“

Durch seine Rückkehr verschärft sich der Konkurrenzkampf bei den Bayern weiterhin. Mario Mandzukic, vor der Saison für 13 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu den Bayern gewechselt, führt mit bisher neun Saisontreffern die Torschützenliste der Fußball-Bundesliga an. Und dann gibt es auch noch Claudio Pizarro. Gomez sei es „nicht so wichtig“, wann ihn Trainer Jupp Heynckes wieder von Anfang an bringe, sagte der Nationalstürmer.

Den Konkurrenzkampf mit Mandzukic und Pizarro geht Gomez nach seinem Tor-Comeback entspannt an: „Der Mario macht seine Sache super, der Claudio macht sie super. Ich war weg – und versuche jetzt, meine Sache gut zu machen.“ Der Anfang ist ihm schon geglückt. dpa

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