• „Das schlimmste Los“: Die Berlin Volleys müssen wie im Vorjahr die schwere Reise zu Rubin Kasan antreten

Sport : „Das schlimmste Los“: Die Berlin Volleys müssen wie im Vorjahr die schwere Reise zu Rubin Kasan antreten

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Berlin - Auf dem Wunschzettel der Berlin Volleys stand Folgendes: Manager Kaweh Niroomand wollte einen machbaren Gegner und Heimvorteil im Rückspiel, Trainer Mark Lebedew wollte diesmal keine weite Reise, Kapitän Scott Touzinsky einfach nur nicht wieder nach Kasan. Die Auslosung der K.-o.-Runde der Champions League am Donnerstag erfüllte keinen einzigen Wunsch: Die Berliner treffen in der Runde der letzten zwölf erneut auf Rubin Kasan. Und wie im Vorjahr reisen sie zum Rückspiel gut 2500 Kilometer in die russische Republik Tatarstan.

„Ich bin richtig bedient“, sagt Manager Niroomand, „das ist das schlimmste Los in allen Belangen, sportlich wie finanziell.“ Kasan gilt als eines der stärksten Teams im Wettbewerb, aber es ist vor allem die Logistik, die den Volleys zu schaffen macht. Erst gut eine Woche vor dem Hinspiel, das wohl am 16. Januar stattfindet, kehren die Nationalspieler und Trainer Mark Lebedew von ihren Auswahlteams zurück. Eine Woche später müssen sie die teure und weite Reise mit Zwischenstopp in Moskau antreten. „Zu Hause kann sich unsere Mannschaft in einen Rausch spielen“, sagt Niroomand, „ich weiß nicht, ob sie das nach vier Tagen Vorbereitung kann oder bei Minus zwölf Grad in Kasan.“ Erst am Donnerstag erfuhren die Berliner, dass sie als Gruppenzweiter trotz guter Bilanz nicht für die Auslosung gesetzt waren. „Das sollte der europäische Verband überdenken, das ist nicht in Ordnung“, sagt Niroomand. Hoffnung schöpft er aus dem Vorjahr, da verlor Berlin zweimal knapp 2:3. „Wir müssen die Herausforderung anpacken“, sagt der Manager, „es ist eben kein Wunschkonzert oder Weihnachten.“ Dominik Bardow

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