Sport : Das Versprechen spielt südlich

Nicolas Diekmann

Wenn am heutigen Abend im Berliner Olympiastadion die deutsche Hymne ertönt, ist das Versprechen knapp 1000 Kilometer südlich bereits duschen. Die deutsche U-21-Nationalmannschaft hat dann ihr Play-off- Rückspiel gegen die Schweiz absolviert, dann also weiß man, ob Deutschland beim Turnier in Israel 2013 dabei sein wird. Es ist ein wichtiges Länderspiel. Vielleicht noch wichtiger als das andere Spiel vom Tage, wenige Stunden später in Berlin.

In Schweden fand 2009 die letzte Meisterschaft des europäischen Nachwuchses statt, an deren Ende Deutschland jubelte. 4:0 wurde England im Finale abserviert, im Tor stand Manuel Neuer, defensiv waren Jerome Boateng, Mats Hummels und Marcel Schmelzer mit dabei. Und Sami Khedira dirigierte mit Mesut Özil das Team zum Titel. Inzwischen gehören sie alle zur Stammtruppe von Joachim Löw. Und auch wenn dieser einst vor der Jugend-Euphorie warnte („Es gibt nicht unendlich viele Talente in Deutschland“), versorgte er sich stets mit Spielern, die gerade alt genug zum Autofahren waren.

So ist auch der aktuelle U-21-Kader ein Versprechen. Dafür, dass in Zukunft ausreichend Nachwuchs den etablierten Nationalspielern Druck macht. Und auch dafür, dass die Jugendarbeit des DFB die richtige Handschrift trägt. Dazu braucht es Turniererfahrung und somit sollte Löw am frühen Abend mit mindestens einem Auge dem Geschehen in Luzern folgen.

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