Das Wort zum Spieltag : BRENNEN

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Feuer und Flamme: Holger Stanislawski
Feuer und Flamme: Holger StanislawskiFoto: dapd

Am Ende vom Wochenende ist die ganze Debatte abgefackelt. „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“, schrieben die unentwegten Fans von der freiwilligen Feuerwehr auf ihre Plakate – abgesehen davon, dass das sicher stimmt, ist es aber auch ganz schön, wenn man als Stadionbesucher nicht auf ein Knalltrauma gefasst sein muss. Ansonsten setzte die behundete Polizei mit Schnüffelkontrollen einen rauchfreien Spieltag durch, zumindest in der Bundesliga, und der DFB hat wie immer alles richtig gemacht: Dialog mit den Fans abgebrochen. Alle Knalltüten verbannt. Und das Ergebnis stimmt, die Null bei den Bengalos steht: Nichts Rauch um viel. Umgekehrt ist es übrigens, Achtung Überleitung!, bei der TSG Hoffenheim. Bei den 99ern hat man ja selten Probleme mit ausrastenden Fans, hier ist man als Stadionbesucher niemals Knalltrauma-, höchstens mal Hörsturz-gefährdet. Ob’s am Sohn einer Hupe liegt, dass die Spieler hier nicht so auf ihren Trainer hören wie die Fans auf den DFB? Holger Stanislawski vermisst jedenfalls, dass seine Profis brennen: „Kein Zusammenspiel, kein Zweikampfverhalten – man muss doch heiß sein auf ein Bundesliga-Spiel.“ Jetzt hilft nur noch Härte: Dialog mit den Spielern abbrechen. Alle Knalltüten verbannen. Wer fackelt, verbrennt sich die Finger. Robert Ide

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