")})}else Z(e)?e.top.open(d,o):e.location.assign(d)}function Y(e){e.style.setProperty("display","inherit","important")}function K(e){return e.height<1}function _(e,d){return 0==d.offsetHeight&&0!=e.offsetHeight}function O(e){return 0==e.offsetHeight}function V(e,d){var o="";for(i=0;i=2)){var i=o.getBoundingClientRect();if("undefined"==typeof o.width)var r=o.offsetHeight,h=o.offsetWidth;else var r=o.height,h=o.width;if(0!=r&&0!=h){var a=i.left+h/2,u=i.top+r/2,l=d.documentElement,p=0,s=0;if(e.innerWidth&&e.innerHeight?(p=e.innerHeight,s=e.innerWidth):!l||isNaN(l.clientHeight)||isNaN(l.clientWidth)||(p=d.clientHeight,s=d.clientWidth),0<=u&&u<=p&&0<=a&&a<=s){if(e.uabAv[n]++,e.uabAv[n]>=2){var f=function(){};T(t,f,f),e.clearTimeout(e.uabAvt[n])}}else e.uabAv[n]=0}}}e.UABPdd=H;var G=I("head"),F=null;navigator.userAgent.search("Firefox")==-1&&(d.addEventListener?d.addEventListener("DOMContentLoaded",z,!1):d.attachEvent&&d.attachEvent("onreadystatechange",function(){"complete"===d.readyState&&z()})),e.addEventListener?e.addEventListener("load",z,!1):e.attachEvent&&e.attachEvent("onload",z),e.addEventListener?e.addEventListener("addefend.init",z,!1):e.attachEvent&&e.attachEvent("addefend.init",z)}(window,document,Math); /* 3a5c75b490572c1e1694db187d06fe83 */
  • DAS SPIEL MEINES LEBENS: CLAUDIA ROTH: 17.06.1970 Italien – Deutschland 4:3 n.V. Claudia Roth, 56, Politikerin

DAS SPIEL MEINES LEBENS: CLAUDIA ROTH : 17.06.1970 Italien – Deutschland 4:3 n.V. Claudia Roth, 56, Politikerin

Foto: dpa

Aufgezeichnet von Benjamin Apitius.

Im Keller meines Elternhauses war die so genannte Trinkstube eingerichtet, ein Sportraum – Zutritt eigentlich nur für meinen Vater. Dort stand ein Fernseher, auf dem er samstags die Sportschau guckte und schreien durfte – und rauchen wie ein Schlot. Und seine Erstgeborene, also ich, durfte bei seinen Ausflügen in die Sportwelt immer dabei sein. Fußball schauten wir dort und Eishockey, Boxübertragungen bis tief in die Nacht und 1969 auch die erste Mondlandung. Es war einfach nur herrlich. Wir saßen dann ganz ungestört nebeneinander auf dem schönen italienischen Ledersofa meiner Mutter, das sie der Trinkstube geliehen hatte. Und ich schaute meinem Vater beim Fußballgucken zu. Bei jedem Fehlpass sprang er auf und fluchte, er raufte sich die Haare, biss in sein Bierglas. Nicht selten kam es mir so vor, als ginge es in den Spielen auch für ihn persönlich um Leben und Tod. Ich ließ mich von seiner Leidenschaft anstecken, und die WM 1970 wurde zum ersten großen Turnier, das wir gemeinsam verfolgten. Ich war damals 15 Jahre alt und schaute jedes Spiel, so wie er. Und dann kam es im Halbfinale zu dieser Begegnung mit den Italienern, die mich bis heute verfolgt. Es war ein Spiel bis an die Grenze des Erträglichen. Wir lagen das komplette Spiel mit 0:1 zurück, und Schnellinger – damals mein großer Held – rettete uns erst in der letzten Minute in die Verlängerung. Und diese halbe Stunde dann! Es ging immer hin und her, hin und her. Das Spiel entwickelte für meinen Vater und für mich ein solch großes Zerstörungspotenzial, dass wir vor Freude und dann wieder vor Enttäuschung das italienische Ledersofa unter uns begruben und nahezu zerstörten. Nach dem Schlusspfiff war es für uns beide ein Zustand der totalen Erschöpfung. Wir hatten verloren. Von diesem Moment an wusste ich, dass es nicht immer gerecht zugeht im Leben, vor allem natürlich im Sport. Und dann stand plötzlich meine Mutter im Türrahmen und sah die Trümmer ihres geliebten Sofas.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben