DEL : Eisbären kassieren in Krefeld unnötige 1:4-Niederlage

Die Eisbären bestimmten meist das Spiel, doch die Pinguine konterten stark. Die Berliner scheiterten in Krefeld am glänzenden Torwart der Gastgeber. Eine Sternstunde erlebte allerdings die Freundschaft der Fans beider Teams.

Nichts zu holen in Krefeld für Trainer Uwe Krupp und seine Eisbären.
Nichts zu holen in Krefeld für Trainer Uwe Krupp und seine Eisbären.

Im Krefelder König-Palast gibt es für die Eisbären in dieser Saison nichts zu gewinnen. Nach der 3:4-Niederlage Ende Oktober mussten sich die Berliner auch am Freitagabend den Pinguinen geschlagen geben, diesmal mit 1:4. In einem kampfbetonten Spiel waren sie über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Doch sie fanden kein Mittel, den starken Torwart Tomas Duba mehr als einmal zu bezwingen. Dagegen waren die Gastgeber bei ihren Kontern sehr effektiv.
Den ersten Auftritt im neuen Jahr auf fremden Eis wollten sich gut 450 Fans der Eisbären nicht entgehen lassen, die mit vier Bussen und zahlreichen PKW´s an den Niederrhein gekommen waren. Die feierten bereits lange vor dem Spiel gegenüber der Arena im beheizten Bierzelt-Garten gemeinsam mit den KEV-Fans. Seit dem Play-off-Halbfinale 2013 verbindet die Anhänger beider Teams eine Fanfreundschaft.

Die erlebte im ersten Drittel beim ersten Powerbreak eine Sternstunde. Die Berliner Fans rollten in ihrem Block ein Transparent mit der Aufschrift „Stimmt alle mit ein, Krefeld als Standort muss bleiben, jetzt heißt es Stärke zeigen“ aus. Denn wenn sich die Pinguine im Januar mit dem Vermieter des Stadions nicht einigen, droht der Verkauf der DEL-Lizenz. Alle übrigen Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen und applaudierten kräftig.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Pinguine mit 1:0. Mike Mieszkowski kam nach schöner Vorarbeit von Colin Long aus kurzer Distanz frei zum Schuss und ließ Torwart Mathias Niederberger keine Abwehrchance. Bis dahin hatten die Berliner schon durch Darin Olver (2.) und Florian Busch (4.) l die Führung vergeben. Und sie machten nach dem Rückstand weiter viel Druck. Torwart Tomas Duba bekam alle Hände voll zu tun. Die Pinguine lauerten auf Konter. Dabei zielte Long nach Fehler von Mark Bell am Tor vorbei. Sekunden vor der ersten Pause schloss Daniel Pietta einen wunderschönen Spielzug zum 2:0 ab.

Ausgleich leichtfertig vergeben

Die Eisbären drängten zu Beginn des zweiten Drittels auf den Anschlusstreffer. James Sharrow scheiterte in Überzahl bei einer Großchance am glänzend reagierenden Torwart Duba (24.). Ab da war das Match ausgeglichen. Mathias Niederberger entschärfte ein Geschoss von Nick St. Pierre. Ziemlich glücklich kamen die Eisbären bei ihrer zweiten Überzahl zum Anschlusstreffer. Kyle Sonnenburg traf bei einem Abwehrversuch die Wade von Florian Busch. Der Puck landete genau auf dem Schläger von Antti Miettinen, der ohne Mühe einschieben konnte (37.).
Mit Macht drängten die Eisbären im Schlussdrittel auf den Ausgleich. Den vergab Andre Rankel in der 45. Minute höchst fahrlässig. Mitten im Berliner Angriffswirbel sorgte Istvan Sofron mit einem Schuss aus der Drehung für die Vorentscheidung. Als Torwart Mathias Niederberger schon vom Eis war, sorgte Adam Courchaine für den Endstand. Damit endete für die Berliner das erste Auswärtsspiel des Jahres so wie das letzte auf fremden Eis in 2014. Mit einer unnötigen Niederlage.

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