Sport : Demonstration für Meier

Duisburg – Bielefeld 1:1

Richard Leipold

Duisburg - Heiko Scholz, der Übergangstrainer des MSV Duisburg, hoffte auf seinen Vorgänger als Motivationshelfer. Es müsse den Profis ein zusätzlicher Ansporn sein, „für Norbert Meier zu gewinnen“, sagte Scholz. Meier war nach der so genannten Kopfstoßaffäre vom Sportgericht mit einem vorläufigen Berufsverbot belegt und anschließend vom MSV Duisburg beurlaubt worden. Ob auf dem Rasen oder auf den Rängen: In der MSV- Arena war von Beginn an zu erkennen, dass die Duisburger für Meier demonstrieren wollten. Kurz vor dem Anstoß rollten die Anhänger ein Transparent aus: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Gegen übertriebene Medienhysterie.“ Auch die Spieler wollten vorführen, dass sie sich als starke Gemeinschaft verstehen. Doch diese Gemeinschaft war nicht stark genug, gegen Arminia Bielefeld mehr als ein 1:1 zu erreichen.

Der MSV eröffnete die Partie offensiv. Mittelstürmer Ahanfouf vergab innerhalb der ersten zehn Minuten drei Chancen zur Führung. Die Fans feierten die frühe Angriffslust des MSV mit „Norbert Meier“- Sprechchören. Der beurlaubte Trainer saß auf der Tribüne. „Auch wenn ich nicht mehr Angestellter des Vereins bin, bleibe ich Fan des MSV“, sagte er. Kurz vor der Pause durfte er jubeln. Im fünften Versuch gelang Ahanfouf das 1:0. Ohne fremde Hilfe wäre ihm dieses Erfolgserlebnis jedoch versagt geblieben. Erst ließen zwei Verteidiger den Angreifer ungestört zum Kopfball kommen, dann lenkte Torhüter Mathias Hain den Ball mit beiden Händen ins eigene Tor.

Nach der Pause nutzte Fatmir Vata einen Pass von Isaac Boakye zum Ausgleich. Danach wirkte die Arminia überlegen, konnte die Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Kurth aber nicht ausnutzen. Zuma und Vata vergaben die Chance, das Spiel zu entscheiden. Auf der Gegenseite machte es MSV-Stürmer Peter van Houdt nicht besser. Dem Tabellenvorletzten blieb wie zuletzt gegen Köln nur Punkt. „Das ist für ein Heimspiel zu wenig“, sagte Scholz.

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