Sport : Denen die WM gehört

Mathias Klappenbach

hat Angst vor dem Fußball-Weltverband Es wird ein schwieriges Jahr für die alteingesessene Firma WM-Sanitärdienst, Inhaber Walter Müller. Der Installateur sollte sich schon einmal einen international erfahrenen Anwalt suchen. Er wird ihn brauchen, denn selbst die Bundesregierung wird noch Probleme bekommen. Kaum haben die Leute verstanden, was die Agenda 2010 bedeutet, muss schon wieder ein neuer Name gefunden werden. Auch 2010 wird eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden, und mit dem Weltverband Fifa legt man sich auch als Bundesregierung besser nicht an.

Die Fifa hat für die Weltmeisterschaft 2006 nicht nur die Markenschutzrechte für das Turnier und seinen offiziellen Namen „Fifa Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006“ beantragt, sondern will jetzt auch quasi alles, in dem die Buchstaben „WM“ oder die Zahl „2006“ vorkommen, für sich beanspruchen. Die Organisatoren des Fußballturniers meinen es ernst: Wer es wagt, diese Begriffe zu verwenden, bekommt bereits Drohbriefe von den Anwälten, der WM-Cocktail im Biergarten soll erst mit Fifa-Aufschlag genießbar werden. Sonst kommt die Begriffspolizei, und wir müssen alle zu Hause gucken und dazu die lustigen, preiswerten „MW 6002“-Kekse essen.

Wer weiterdenkt, sollte sich „2009“ als eigene Marke reservieren. Das ist bestimmt noch frei, weil dann auf der Welt weniger los ist als in dem – kostengünstig ausgedrückt – Jahr zwischen 2005 und 2007, in dem diese große wichtige Sportveranstaltung mit den vielen tollen Balltretern stattfindet. Falls man das noch so sagen darf.

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