Sport : Denis Lapaczinski wechselt Verein: Arsenal? Juventus? Hertha!

Hertha BSC spielt heute beim VfL Bochum, aber die interessanteste Nachricht zum 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga, sie kam aus Berliner Sicht aus Reutlingen. Dort betreut Armin Veh den Zweitligisten SSV, dessen Abwehr ein 19-Jähriger dirigiert. Denis Lapaczinski heißt er, und wenn Veh von ihm spricht, dann kommt er ins Schwärmen: "Dass er als 19-Jähriger in der Zweiten Liga gleich Stammspieler wurde, ist phänomenal", sagt Veh. Künftig muss er allerdings auf Lapaczinski verzichten: Der Junioren-Nationalspieler wechselt im Sommer für vier Jahre zu Hertha BSC.

Der Nachwuchskicker ist froh, dass die Zeit der Ungewissheit nun vorbei ist. In den vergangenen Tagen ist einiges auf ihn eingestürmt: Neben Borussia Dortmund interessierten sich auch Arsenal London und Juventus Turin für den Verteidiger, der bereits fünf Tore in der Zweiten Liga erzielt hat. Seit der F-Jugend spielt Lapaczinski beim SSV, nur unterbrochen von einem einjährigen Intermezzo in der A-Jugend des VfB Stuttgart. Veh holte Lapaczinski wieder nach Reutlingen zurück und machte ihn gleich zum Abwehrchef. "Denis hat eine gute Wahl getroffen", sagt sein Förderer über den Wechsel zu Hertha BSC. "Ich traue ihm zu, dass er sich in der ersten Liga durchsetzt." Auch Uli Stielike, Lapaczinskis Trainer bei der U 20, glaubt, dass der Junioren-Nationalspieler "in kurzer Zeit seinen Weg machen wird", zumal er es "bei Hertha sicherlich einfacher hat als bei Arsenal". Stielike lobt Lapaczinskis Abgeklärtheit, sagt aber auch, dass manchmal ein bisschen mehr Temperament angebracht wäre.

Herthas Manager Dieter Hoeneß traut Lapaczinski zu, mittelfristig eine sehr gute Rolle zu spielen. "Er muss noch lernen, aber er hat großes Potenzial." Hoeneß hat Lapaczinski bereits eineinhalb Jahre lang intensiv beobachtet. "Er bringt alles mit, um sich schnell in der Bundesliga zu etablieren." Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit: "Hoeneß und die Berliner Verantwortlichen haben mir sehr imponiert", sagt Lapaczinski. TONY MALMEDY

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