Sport : Der allerletzte Mann

Sven Beuckert darf heute in Frankfurt das Tor des 1. FC Union hüten

Karsten Doneck

Berlin. Ende Februar schaffte Trainer Mirko Votava nach zweimonatigem Probelauf die von ihm eingeführte Torwart-Rotation wieder ab. Der Versuch, auf diese Weise beide Torhüter dauerhaft bei Laune zu halten, erwies sich als untauglich. Robert Wulnikowski stand fortan acht Mal in Folge zwischen den Pfosten des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union. Heute im Spiel bei Eintracht Frankfurt endet aber Wulnikowskis Serie: Sven Beuckert kehrt ins Union-Tor zurück. Der Wechsel erfolgt allerdings diesmal aus der Not heraus. Wulnikowski hat sich eine schwere Magen-Darm-Infektion zugezogen und blieb daheim im Bett.

Votava sieht in Wulnikowskis Ausfall kein gravierendes Problem. „Ich habe zwei gleichwertige Torhüter“, hat der Trainer stets betont. Was Sven Beuckert nun zu beweisen hat. Als Reservetorwart reist übrigens Jan Glinker auf eigenen Wegen an. Der A-Junior Unions hält sich mit der Berliner Auswahl derzeit in der Duisburger Sportschule Wedau auf und fährt von dort nach Frankfurt.

Mirko Votava muss neben Wulnikowski heute auch noch Persich (Schwellung im Knie), Widolow (Muskelfaserriss), Menze (Grippe) und Bruns (Knorpelprellung im Knie) ersetzen. Trotz dieser personellen Schwächung wünscht sich Votava einen Sieg seiner Elf – schließlich feiert er heute seinen 47. Geburtstag.

Was sich der Trainer von der Vereinsführung wünscht, ist auch klar: neue Spieler, echte Verstärkungen. Kandidaten sind ausgeguckt. Björn Joppe (VfL Bochum), Achim Pfuderer (1860 München), Nico Patschinski (FC St. Pauli) und Ante Covic (zuletzt vereinslos) sind Spieler, an denen Union Interesse hat. Wenn sie bezahlbar sind, könnten sie bereits im Trainingslager für die nächste Saison dabei sein. Das soll Anfang Juli für zehn Tage in Zinnowitz an der Ostsee stattfinden. Möglichst mit neuen Spielern – und alten, gleich guten Torhütern.

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