Sport : Der Ball muss ruhen

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Stefan Hermanns plädiert für die Einführung der Herbst und Frühlingspause

Eigentlich kann Borussia Mönchengladbach mit dem Start in die Rückrunde ganz zufrieden sein. Der Abstiegskandidat hat in den ersten beiden Spielen genauso viele Tore geschossen und Punkte geholt wie der Vizemeisterschaftsanwärter Bayer Leverkusen. Ärgerlich ist allerdings, dass Bayer gegen Freiburg und Frankfurt nur ein Tor geschossen und beide Spiele verloren hat.

In diesen Wochen, in denen sich das Wetter ein wenig aprilhaft gebärdet, ist auch die Bundesliga gehörig durcheinander geraten. Bayer hat das vergangene Jahr mit einem schönen 3:2-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart abgeschlossen – und Reiner Calmund sofort wieder von der Meisterschaft schwadroniert. Gladbach hatte von den sechs letzten Spielen des Jahres 2003 fünf gewonnen – und geglaubt, mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben. Dafür hat der Herbst- Tabellenletzte Frankfurt erst Meister Bayern ein Unentschieden abgetrotzt und dann in Leverkusen gewonnen. Was ist da los?

Schuld ist die Winterpause, die je nach Ausgangslage immer völlig ungelegen oder gerade recht kommt. Es gibt Leute, die sie ganz abschaffen wollen, aber ein solcher Schritt ginge in die falsche Richtung. Die Winterpause ist nicht nur schützenswert, der DFB sollte sogar noch eine Herbst- und Frühlingspause einführen – der größeren Spannung in der Liga wegen.

Man sieht ja an Werder Bremen, dass die Winterpause alleine nicht reicht. Alle Welt hat den Bremern einzureden versucht, dass sie in der Rückrunde wieder straucheln würden wie in den beiden Jahren zuvor. Und was passiert? Werder siegt, siegt, siegt, und wenn es so weitergeht, ist die Meisterschaft schon Ende März entschieden. Es sei denn, den Bremern käme – völlig ungelegen – die Frühlingspause dazwischen. Damit zur Abwechslung auch mal Bayern München Meister wird.

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