Sport : Der ewige Uli H.

Michael Rosentritt über die Nachfolge von Uli Hoeneß in München

Michael Rosentritt

Welche Bedeutung der SV Werder Bremen mittlerweile für den deutschen Fußball hat, ist selten so deutlich geworden wie gestern. In Bremen wurde die wichtigste Personalentscheidung des FC Bayern der kommenden Dekade getroffen. Klaus Allofs verlängert beim SV Werder seinen 2009 auslaufenden Vertrag als Manager und scheidet demnach für eine Nachfolge von Uli Hoeneß ab 2009 aus. Blieben nur zwei potenzielle Nachfolgekandidaten für den dominierenden Posten bei den Bayern übrig: Oliver Bierhoff und – Uli Hoeneß selbst.

Für Bierhoff, den gegenwärtigen Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sprechen drei Dinge: 1.) ist er eine durchsetzungsfähige Persönlichkeit, die den Alphatieren Karl-Heinz Rummenigge und Franz Beckenbauer die Stirn bieten kann; 2.) ist es kaum vorstellbar, dass Bierhoff sein restliches Berufsleben beim Deutschen Fußball-Bund verbringen möchte und 3.) zieht im kommenden Sommer Bierhoffs Spezi Jürgen Klinsmann beim FCB ein. Das Einzige, was gegen Bierhoff spricht, ist, dass er nie für den FC Bayern gespielt hat.

Am elegantesten gelänge zweifelsfrei Uli Hoeneß die Nachfolge von Uli Hoeneß. Für den 56-Jährigen sprechen knapp 29 überaus erfolgreiche Managerjahre beim FC Bayern München und der Umstand, dass es keinen zweiten solchen Hoeneß gibt.

Eigentlich wollte Uli Hoeneß sich schon 2006 aus dem operativen Managergeschäft zurückziehen. Die Gründe, warum er es nicht tat, haben sich seither nicht großartig verändert.

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