Sport : Der ewige Weltmeister

Michael Schumacher denkt nicht ans Aufhören

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Fiorano (dpa). Michael Schumacher will „sehr wahrscheinlich“ in diesem Jahr entscheiden, ob er seine Formel1-Karriere über 2004 hinaus fortsetzen wird. „Und ich bin in der glücklichen Lage, dass die Entscheidung darüber hauptsächlich von mir abhängt“, sagte der fünfmalige Weltmeister aus Kerpen in einem Interview mit dem Formel-1- special 2003 des „Kicker“. Dem Fernsehsender RTL sagte er: „Solange der Spaß und die Liebe da sind und das Gefühl, noch schnell genug Auto fahren zu können, sehe ich überhaupt keinen Grund, ans Aufhören zu denken.“

Schumachers erste Fahrt mit dem neuen Ferrari F2003 GA ist indes nicht nur problemlos, sondern auch viel versprechend verlaufen. Auf dem Ferrari-eigenen Kurs in Fiorano unterbot Schumacher am Dienstag in 57,045 Sekunden seine eigene Runden-Bestmarke (57,476), die er mit dem F2002 aufgestellt hatte. Ferrari wird das neue Auto erst nach den drei Überseerennen beim Europa-Auftakt in Imola Anfang April einsetzen.

Die Lust am Rennfahren ist die Triebfeder für Schumacher, der einschließlich seiner Kart-Zeit seit 30 Jahren Motorsport betreibt. Er strebe ständig nach Verbesserung. „Schon das Auto verändert sich, also muss auch ich mich verändern“, sagte der 34-Jährige. Er müsse das Limit des Rennwagens neu kennen lernen und dabei sehen, wie er sich selbst verbessere. „Der Tag, an dem ich das nicht mehr tue oder tun will, ist wohl auch der Tag, an dem ich besser aufhören sollte“, sagte Schumacher.

In der am 9. März in Melbourne beginnenden Saison rechnet er nicht mit einer derartigen Ferrari-Überlegenheit wie im Vorjahr, als er elf und sein Teamkollege Rubens Barrichello vier Grand-Prix-Siege gefeiert hatten. Einen Wunsch-Herausforderer hat Schumacher nicht. Barrichello wäre ihm „bis zu einem gewissen Grad“ lieber, weil „die Ernte dann in jedem Fall im eigenen Team bliebe. Ähnlich könnte man aber auch bei Ralf argumentieren - dann bliebe es in der Familie“, sagte er über seinen Bruder. Zu den neuen Reglementsänderungen hat Schumacher ein pragmatisches Verhältnis. „Wenn die Regeln so sind, sind sie für alle so, und dann fahren wir auch danach“, sagte er.

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