Sport : Der HSV kann sich schonen

Hamburger besiegen Slavia Prag 2:0 und sind weiter

Karsten Doneck

Hamburg - Mehdi Mahdavikia hatte sich den Ball schon zurechtgelegt. Die Ausführung des Foulelfmeters übernahm dann aber Emile Mpenza. Er verschoss. „Die anderen haben gesagt: Du hast gut gespielt, mach du das mal“, erzählte Mpenza hinterher. Sein Fehlschuss nach knapp einer halben Stunde blieb für den Hamburger SV ohne Folgen. Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg über Slavia Prag zog der Bundesliga- Zweite im Uefa-Pokal in die Runde der letzten 32 ein, ebenso wie der Gegner. Die Tore vor 46 253 Zuschauern in der AOL- Arena erzielten Sergej Barbarez und nach einer Stunde Spielzeit Mpenza. Kurz darauf wurde der Belgier wegen eines Muskelfaserrisses ausgewechselt. In diesem Jahr wird er nicht mehr spielen können.

Der HSV hatte den Vorteil, nach der frühen 1:0-Führung rund eine Stunde lang in Überzahl zu spielen. Prags Torhüter Matus Kozacik hatte unmittelbar vor dem Elfmeter im Strafraum Mpenza gefoult. Die Entscheidung von Schiedsrichter Gonzales Vasquez aus Spanien, dafür die Rote Karte zu ziehen, erschien allerdings allzu hart. Slavias Ersatztorhüter Aleksander Seliga ging zwischen die Pfosten. Seine erste Arbeitsleistung vollbrachte er nach wenigen Sekunden: Seliga parierte Mpenzas Elfmeter.

Die Hamburger spielten engagiert und überlegen, schonten sich dann in der Schlussphase aber für das Bundesliga- Spitzenspiel am kommenden Sonntag bei Werder Bremen.

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