Der Kinderspiegel : Uefa-Kampagne - Platzverbot für Rassisten

Fußballer sagen in einem Video "Nein zum Rassismus". Der Kinderspiegel erklärt, was es damit auf sich hat - und was Rassismus ist.

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Das Poster zum Video und zur Kampagne.
Das Poster zum Video und zur Kampagne.Uefa

Hast du vor dem Fußballspiel am vergangenen Mittwochabend auch wieder diesen kurzen Videoclip gesehen? Bevor der FC Bayern gegen Real Madrid antrat, erklang ganz dramatische Musik, dann guckten Fußballer mit ernstem Blick in die Kamera und sagten einen Satz in ihrer Muttersprache. Am Ende stand „No to racism“ auf dem Bildschirm. Das war alles ziemlich schnell – könnte sein, dass manche von euch gar nicht richtig verstehen konnten, worum es überhaupt ging.

Was Lionel Messi, Franck Ribéry und die anderen in dem Film sagen, sind alles Übersetzung von jenem „No to racism“. Das ist englisch und heißt auf Deutsch „Nein zum Rassismus“. Was heißt das jetzt wieder? Von Rassismus spricht man, wenn jemand wegen seiner Hautfarbe benachteiligt oder angegriffen wird - oder weil er in einem anderen Land geboren wurde. Ein Rassist ist, wer zum Beispiel alle Türken als kriminell bezeichnet oder wer Schwarze mit dem Schimpfwort „Nigger“ beleidigt.

Im Fußball kommt das leider immer wieder vor: Zuschauer bewerfen dunkelhäutige Spieler auf dem Rasen mit Bananen. Fans entrollen Plakate, auf denen Spieler beleidigt werden. Auch Fußballer beschimpfen sich manchmal untereinander rassistisch, wenn sie aneinander geraten.

Das alles ist gemein und dumm. Und es vergiftet die Stimmung bei den Turnieren, in dem Menschen aus vielen Ländern mit- und gegeneinander spielen, hat der europäische Fußballverband Uefa diesen Clip gedreht. Die Uefa fordert damit die Vernünftigen auf, den Rassisten nicht das Feld zu überlassen und sich gegen Vorurteile zu wehren.

Dass das im Clip nicht weiter erklärt wird, sagt einiges darüber, wie verbreitet der Rassismus ist. Die Uefa denkt sich, dass jeder Zuschauer das Problem kennt und deshalb sofort versteht, was gemeint ist.

Der Text erschien auf dem Kinderspiegel des Tagesspiegels.

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