• Der künftige Füchse-Torwart im Interview: Heinevetter: „Ich werde mich nicht zurückhalten“

Der künftige Füchse-Torwart im Interview : Heinevetter: „Ich werde mich nicht zurückhalten“

Silvio Heinevetter, der am Dienstag mit dem SC Magdeburg bei seinem künftigen Klub, den Füchsen Berlin, spielt, über das Verhältnis zu beiden Klubs.

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Magdeburger Handball-Schule. Nationaltorwart Silvio Heinevetter wechselt im Sommer nach Berlin.Foto: dpa

Herr Heinevetter, bei der Fußball-EM hat Lukas Podolski bei seinen Toren gegen Polen, sein Geburtsland, nur sehr zurückhaltend reagiert, kaum gejubelt …

Ja, ja, ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Ich werde mich in unserem Spiel bei den Füchsen bestimmt nicht zurückhalten.

Schlägt Ihr Herz nicht wenigstens ein bisschen für Ihren künftigen Verein?

Ich habe immer gesagt, bis zum letzten Tag meines Vertrags bin ich Magdeburger. Was danach ist, hat noch Zeit.

Mal ehrlich, schauen Sie nicht doch mal, was in Berlin passiert?

Im Hinspiel in Magdeburg haben wir das Team aus unserer Halle gefegt. Jetzt habe ich mir mal die Tabelle angeschaut, die Füchse sind Zehnter.

Es kann ja passieren, dass die Füchse durch eine erneute Glanzleistung von Ihnen den Europapokalplatz verpassen.

So denke ich als Profi nicht – ich bin mir sicher, auch die Füchse nicht.

Es soll Dissonanzen zwischen Magdeburg und den Füchsen geben, seitdem Ihr Wechsel feststeht. Wie reagieren die Fans in Magdeburg?

Das Verhältnis zu ihnen ist normal. Sie sehen doch, dass ich weiterhin 100 Prozent für den Verein gebe.

Haben Sie nicht viel Kritik einstecken müssen, nachdem Sie Ihr Team nach dem Ausscheiden im Europacup kritisiert haben?

Nein, ich hatte mir ja nichts vorzuwerfen. Dass dies öffentlich passiert ist, geht anderen auch so. Gerade hat doch auch Fußball-Nationaltorhüter René Adler seine Mitspieler in Leverkusen hart kritisiert.

Aber es gibt auch Positives beim SC Magdeburg, etwa den jungen Steffen Coßbau. Wie beurteilen Sie den Nachwuchs?

Es gibt einige Talente. Sie kommen unbeschwert ins Team und überraschen oft. Aber nach zwei, drei Spielen beginnt erst der Handballalltag in der Ersten Liga.

Zum Beispiel gegen die Füchse. Ist das Spiel in der großen, neuen Halle in Berlin ein besonderes?

Nein, andere haben auch große Hallen.

Das Gespräch führte Hartmut Moheit.

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