Sport : Der Kugelblitz

Hermann Meier hat den Super-G-Weltcup schon gewonnen

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GarmischPartenkirchen (dpa). Im Augenblick des großen Sieges atmete Hermann Meier erst einmal tief durch, lächelte zufrieden und gönnte sich dann einen Schluck Champagner. Mit dem Erfolg im Super-G von Garmisch-Partenkirchen hat der Skiheld aus Österreich seine einzigartige Karriere um einen weiteren Triumph bereichert und sich am Sonntag vorzeitig die kleine Kristallkugel als Weltcup-Bester im Super-G gesichert. Der 31-Jährige krönte mit seinem dritten Saisonerfolg die wohl bemerkenswerteste Rückkehr im alpinen Ski-Zirkus. „Für mich ist es sehr befriedigend, dass ich da vorne wieder mitfahren kann. Dass ich so schnell die Kugel habe, ist besonders erfreulich“, sagte der Ausnahmeathlet nach dem Sieg in seiner Lieblingsdisziplin.

In 1:18,09 Minuten kam Maier auf der Kandahar-Piste ins Ziel und distanzierte am Ort seines ersten Weltcup-Sieges den Franzosen Pierre-Emmanuel Dalcin um 0,07 Sekunden. Dritter wurde der Schweizer Tobias Grünenfelder (1:18,46). Stefan Stankalla vom SC Partenkirchen schaffte als 20. in 1:19,64 sein bestes Saisonergebnis. Florian Eckert (1:20,29) konnte als 29. erstmals nach seinem Beinbruch im Super-G wieder Weltcup-Punkte sammeln. „Ich bin zufrieden. Es geht voran“, sagte der 24-Jährige.

Mit dem Gewinn der fünften Super-G-Trophäe verbesserte Hermann Meier den bisherigen Rekord des Schweizers Pirmin Zurbriggen. Mit 420 Zählern ist er bei noch zwei Rennen nicht mehr einzuholen. Wie Stephan Eberharter, der sich auf den Abfahrts-Weltcup konzentrieren will, gibt sich der früher so arrogant auftretende Maier in Sachen Gesamt-Weltcup bescheiden. „Es sind noch viele Slaloms.“ Überhaupt präsentiert er sich Maier fast bescheiden. „Ich bin dankbar, dass ich durch das Skifahren vieles vergessen kann“, sagte er. Noch immer ist sein rechtes Bein geschwollen. Erst vor einem Jahr war er nach 17 Monaten Pause die in den Weltcup zurückgekehrt.

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