Sport : Der Libero sieht keine Perspektive mehr bei TeBe

Karsten Doneck

Erst 20 Minuten nach Trainingsbeginn erschien auch Dejan Raickovic. Allerdings in Zivil mit schwarzer Lederjacke. Ein Obolus für die Mannschaftskasse wurde ihm für das Zuspätkommen jedoch nicht abgeknöpft. Der Libero des Fußball-Zweitligisten Tennis Borussia nahm schließlich nur noch Abschied von seinen Mannschaftskameraden und Trainer Winfried Schäfer. Raickovic wechselt zum Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena. Dort soll er einen Dreijahresvertrag erhalten. "Ich hatte eine schöne Zeit bei TeBe und habe hier viel gelernt", sagte der fast 32-Jährige, der zu Saisonbeginn vom tschechischen Nationalspieler Jan Suchoparek aus der Stammelf verdrängt worden war.

Darin liegt auch der Grund seines Abschieds. "Ich sehe für mich persönlich keine sportliche Zukunft mehr bei TeBe", erklärte Raickovic. Und: "Ich wünsche dem Verein den Aufstieg in die Bundesliga." Dann verschwand er, machte sich auf den Weg nach Jena, um dort letzte Vertragsangelegenheiten zu klären. Strittig ist wohl noch eine Bürgschaft, die Raickovic vom FC Carl Zeiss Jena für sein Gehalt einfordert.

Trainer Schäfer weinte dem Abwehrspieler noch eine letzte Träne nach. "Ich bedauere, dass er fortgeht. Er war ein wichtiger Mann, passte auch von seinem ganzen Charakter her zu uns. Aber er denkt eben an seine Zukunft - und das ist sein gutes Recht." Sollte nun Suchoparek einmal wegen Verletzung oder einer Sperre ausfallen, müsste als Ersatzlibero Matthias Hamann ran.

Vor dem Heimspiel morgen (15 Uhr, Mommsenstadion) gegen Rot-Weiß Oberhausen drücken Schäfer zwar keine Libero-Sorgen, aber personell steht es dennoch nicht zum Besten. Bei Szewczyk (Innenbanddehnung), Brinkmann (Bauchmuskelzerrung) und Ciric (Hämatom im Oberschenkel) ist der Einsatz fraglich, Melzig (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fällt aus, Copado ist nach der Gelb-Roten Karte in Köln gesperrt.

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