Sport : Der Olymp ruft

Thomas Bach bleibt DOSB-Präsident – aber wie lange?

Präsidenten unter sich. Die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Richard von Weizsäcker posieren mit dem wiedergewählten DOSB-Chef Thomas Bach. Foto: dpa
Präsidenten unter sich. Die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Richard von Weizsäcker posieren mit dem wiedergewählten...Foto: dpa

München - Mit Thomas Bach als Präsident und Christa Thiel als Verantwortliche für den Leistungssport geht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in seine zweite Vierjahresperiode. Ohne Gegenkandidat wurde Bach mit 92 Prozent der Stimmen von der DOSB-Mitgliederversammlung in München als deutscher Sportchef wiedergewählt.

Christa Thiel übernimmt im Führungsgremium als Vizepräsidentin die Verantwortung für den Leistungssport und wird Nachfolgerin von Eberhard Gienger. Der ehemalige Weltklasseturner und CDU- Bundestagsabgeordnete galt als Schwachstelle im Präsidium. Walter Schneeloch wurde als Vizepräsident, verantwortlich für den Breitensport, im Amt bestätigt.

Mit großem Selbstbewusstsein traten die DOSB-Funktionäre in München auf und ließen sich von der Politikprominenz feiern. Vor allem die staatliche Unterstützung für den Leistungssport, von 200 Millionen im Jahr 2006 auf 250 Millionen Euro 2010 gestiegen, wurde als wichtiger Erfolg gewertet. Innenminister Thomas de Maizière sieht den deutschen Sport „hervorragend aufgestellt“. Bach sei 2013 einer der Kandidaten für die Nachfolge von IOC-Präsident Jacques Rogge, sagte der auch für den Sport zuständige Politiker und sprach damit unbewusst ein mögliches Zukunftsproblem an. Ob Bach alle vier Jahre seiner zweiten Amtszeit bestreitet, ist ungewiss. Fragen dazu wies Bach bisher als nicht aktuell zurück. dpa

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