Sport : Der Olympia-Test wird zur begrenzten Erfolgsgeschichte

Die Beach-Volleyballer Dieckmann/Scheuerpflug werden beim Grand-Slam in Klagenfurt Dritte – und scheitern erst an den Weltmeistern

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Klagenfurt In zwei Wochen beginnen die Olympischen Spiele in Athen. Und besser hätte für das Beachvolleyball-Nationalteam Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug die Generalprobe für Olympia nicht ausfallen können. Die beiden Berliner belegten beim hochkarätig besetzten Grand-Slam-Turnier in Klagenfurt den dritten Platz. Das ist die beste Platzierung, welche die beiden Routiniers jemals erzielt hatten. Die beiden Berliner kassierten für diesen Rang auch noch kräftig ab. Das Duo erhielt ein Preisgeld von 21 000 Dollar. Insgesamt betrugen die Erfolgsprämie bei diesem Grand-Slam-Turnier 540 000 Dollar. „Wir sind zum ersten Mal auf dem Treppchen, das ist schon toll. Es zeigt, dass wir gut drauf sind vor Athen“, sagte Christoph Dieckmann nach dem erfolgreichen Auftritt.

Den Einzug ins Finale hatten die beiden Deutschen am Sonntag vormittag verpasst. Da unterlagen sie im Halbfinale knapp den brasilianischen Weltmeistern Ricardo/Emanuel in drei Sätzen (21:17, 16:21, 11:15). Allerdings dokumentierte sich in diesem Spiel auch, dass die deutschen Routiniers mit den starken Südamerikanern noch nicht mithalten können. Die Brasilianer haben viel bessere Trainingsmöglichkeiten, sie arbeiten mit einem Trainer- und Betreuerstab, der aus fünf Personen besteht. Dieser Unterschied macht sich immer wieder bemerkbar. „Sie sind nicht ohne Grund immer ganz vorn, da ist noch ein Unterschied“, sagte Christoph Dieckmann. Sein Zwillingsbruder Markus Dieckmann schied mit seinem Partner Jonas Reckermann gegen Marcio Araujo/Benjamin mit 0:2 (19:21, 17:21) aus und belegte Rang neun.

Die gleiche Platzierung erreichten auch Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg). Nach ihren bisher schlechten Saisonleistungen bedeutet dieser Rang aber schon ein gutes Resultat. Den Wettbewerb gewann das Team Kerri Walsh/Rachel Wacholder (USA), das im Finale die Vizeweltmeisterinnen Adriana Beha/Shelda aus Brasilien 21:13, 21:7 besiegte. Eigentlich bilden ja Walsh/Wacholder kein eingespieltes Team. Aber wegen einer Verletzung von Misty May spielte Wacholder an der Seite der block- und angriffsstarken Walsh. Das US-Duo erhielt 40 500 Dollar. In Athen wird das erfolgsverwöhnte Team Walsh/May aber wieder am Start sein. Tsp

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