Sport : Der unauffällige Aufsteiger

Wolfsburgs Verteidiger Tobias Rau feiert morgen gegen Spanien sein Debüt in der Nationalmannschaft

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Vor nicht einmal zwei Jahren spielte Tobias Rau noch in der FußballRegionalliga. Seit gestern weiß der 21-Jährige, dass er morgen im Team des Vizeweltmeisters Deutschland kicken darf. Als Rudi Völler vor dem ersten Training für das Länderspiel in Palma de Mallorca gegen Spanien (Mittwoch, 21.30, live in der ARD) erzählte, Rau habe „sehr gute Chancen“, von Anfang an zu spielen und damit sein Länderspiel-Debüt zu feiern, konnte es Rau kaum fassen. „Mit allem habe ich gerechnet, aber damit nicht“, sagte Rau. Dass der Verteidiger des VfL Wolfsburg gerade einen Vertrag beim FC Bayern unterschrieben hat, wird seine Chancen beim Teamchef gewiss nicht verringert haben. Und dass der auf seiner Position spielende Christian Ziege verletzt und Jörg Böhme nicht in Topform ist, erleichterte zudem seinen steilen Aufstieg.

Tobias Rau gehört gehört zur neuen Generation von Talenten, die zuletzt in der Bundesliga großen Eindruck gemacht haben und Hoffnung für die Zukunft des deutschen Fußballs geben. Doch so auffällig wie der ebenfalls nominierte Stürmer Benjamin Lauth vom TSV 1860 München mit seinen spektakulären Toren agiert Rau auf der linken Außenbahn nicht. „Als Verteidiger fällt man nicht so auf wie als Stürmer“, sagt der schnelle Rau.

Benjamin Lauth als zweiter Neuling wird vermutlich zunächst auf der Bank sitzen. „Er hat zwei schwere Spiele in dieser Woche absolviert“, meinte der Teamchef über Lauth. „Mit Rau und Lauth werde ich mich noch ausführlich unterhalten, da dafür vor dem Benefizspiel im vergangenen Dezember keine Zeit war. Sie haben sich aber mit tollen Leistungen in ihren Klubs die Berufung verdient.“ Tsp

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