Sport : Der Vorsprung ist Vergangenheit

Helen Ruwald sieht Albas Basketballer nach der Pokalpleite unter Druck

Helen Ruwald

Alba Berlins glorreiche Vergangenheit war am Wochenende zu Gast bei der Pokalendrunde in Hamburg. Der frühere Meistertrainer Svetislav Pesic schaute zu und erzählte nach dem Scheitern der Berliner gegen die Artland Dragons, dass ihn die Quakenbrücker an seine Zeit bei Alba erinnern würden. Das Team spiele guten Basketball, und der Klub habe Visionen. 2003 ist Quakenbrück in die Bundesliga aufgestiegen, in jenem Jahr gewann Alba Berlin letztmals den deutschen Meistertitel. Seither ist der Vorsprung im sportlichen, finanziellen und professionellen Bereich geschrumpft.

Fünf Jahre später ist der Neuling von einst Pokalsieger, Meisterschafts-Mitfavorit und stand im Uleb-Cup-Achtelfinale. Alba ist im Pokalhalbfinale ausgeschieden und zum x-ten Mal in der Uleb-Cup-Hauptrunde gescheitert. Ein neuer Trainer sollte vor dieser Saison endlich an alte Erfolge anknüpfen. Luka Pavicevic hat einen Dreijahresvertrag, doch Alba wäre nicht Alba, wenn nicht im Jahr eins Titel erwartet würden. Zwei Ziele hat der Trainer verpasst, das wichtigste ist noch erreichbar: Pavicevic muss Deutscher Meister werden, damit Albas Konzept nicht wieder infrage gestellt wird. Die Berliner träumen von der Europaliga und möchten im europäischen Basketball nicht nur wegen perfekter Organisation und pünktlicher Gehaltszahlungen anerkannt werden – sondern aufgrund ihrer sportlichen Stärke. In den Play-offs hat der Klub die letzte Chance in dieser Saison, den Beweis sportlicher Klasse zu erbringen.Seite 21

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