Sport : Der Wert des Sports

Friedhard Teuffel

erklärt, warum der Deutsche Sportbund nicht in der Krise ist Im deutschen Sport geht es zurzeit zu wie in der großen Politik. Es gibt eine knallharte Haushaltsdebatte. Dem Deutschen Sportbund (DSB) geht allmählich das Geld aus. Bis zum Jahr 2007 sollen fast drei Millionen Euro eingespart werden. Das kommt dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) gerade recht. Der DSB und das NOK sollen schließlich fusionieren, und bislang hatte das NOK die schlechtere Verhandlungsposition, weil es nur für die Olympiamannschaft zuständig ist, der DSB dagegen als Dachorganisation für 87 000 Sportvereine.

In den vergangenen Wochen hat das NOK daher gerne übers Geld gesprochen. Über das eigene, das ist nämlich vorhanden. Und über das Geld des DSB, das fehlt. Doch die Fusionsdebatte wird das hoffentlich nur wenig beeinflussen. Denn der DSB hütet einen Schatz: Es ist der Wert des Sports in der Gesellschaft. Der DSB kümmert sich um Gesundheitssport, Sport und Umwelt, Seniorensport, das Ehrenamt und vieles mehr. Dafür beschäftigt der Sportbund 124 Mitarbeiter und hat einen Jahresetat von 15 Millionen Euro. Das ist keineswegs zu viel. Das NOK dagegen beschäftigt 25 Mitarbeiter und arbeitet mit drei Millionen Euro. Dass es sich öffentlich aufregt über die Finanzen des DSB zeigt nur, wie die Rollen in den anstehenden Verhandlungen verteilt sind: Der Deutsche Sportbund ist die Regierung, das Nationale Olympische Komitee die Opposition.

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